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Neue Trends im Cloud Computing

Anwendungsbeispiele für Cloud-Modelle



Henning von Kielpinski ist Technical Account Manager bei der Google Germany GmbH. Zu den persönlichen thematischen Steckenpferden des studierten Informatikers zählen IT-Trends wie Cloud Computing, Big Data oder das Internet of Things - und die kritische Auseinandersetzung mit diesen.
Cloud Computing - ja oder nein? Mit dieser Frage muss sich heute jedes Unternehmen und jede IT-Abteilung beschäftigen. Und weil die Cloud längst Trend ist, zeichnen sich neben Public Cloud und Private Cloud bereits neue Modelle sowie Entwicklungen ab, darunter Vertical Scaling, ITIL und bessere Service-Level-Agreements.
Entscheidend für den Cloud-Einstieg ist die Frage nach dem Wie.
Entscheidend für den Cloud-Einstieg ist die Frage nach dem Wie.
Foto: alphaspirit - Fotolia.com

Cloud Computing - ja oder nein? Mit dieser Frage muss sich heute jedes Unternehmen und jede IT-Abteilung beschäftigen. Und weil die Cloud längst Trend ist, zeichnen sich neben Public Cloud und Private Cloud bereits neue Modelle sowie Entwicklungen ab, darunter Vertical Scaling, ITIL und bessere Service-Level-Agreements.
von Henning von Kielpinski (Cloud-Experte bei Consol)
Cloud Computing hat sich vom medialen Hype zum tatsächlichen Trend mit realistischen Einsatzszenarien entwickelt. Das bestätigen nicht nur immer mehr Unternehmen, die auf die Cloud setzen, sondern auch Initiativen wie das Cloud-Aktionsprogramm der Bundesregierung oder eine aktuelle Umfrage des Branchenverbandes Bitkom: Demnach gehört Cloud Computing neben mobilen Lösungen, Big Data und IT-Sicherheit zu den vier wichtigsten Branchentrends.

Dennoch scheiden sich beim Thema Cloud im Business-Umfeld noch immer die Geister: Befürworter beschwören die Cloud als uneingeschränkten Heilsbringer für eine flexible, kostengünstige und hochgradig effiziente IT-Landschaft. Kritiker sehen darin eher die Büchse der Pandora. Sie warnen vor Sicherheitslücken, der Abhängigkeit vom Cloud-Anbieter sowie rechtlichen Fallstricken. Fakt ist: Beide Lager haben recht, wie positive sowie negative Beispiele gleichermaßen zeigen.

Die Frage "Cloud oder nicht Cloud?" muss jeweils vor dem Hintergrund eines konkreten Anwendungsfalles entschieden werden. Dazu müssen Unternehmen im Vorfeld alle Aspekte hinsichtlich ihrer Anwendungen, Kosten, Sicherheit sowie rechtlich genau untersuchen und abwägen, in welchem Verhältnis Effizienz- und Preisvorteile zu Risiken in puncto Sicherheit und Performance in der Cloud stehen.
Allerdings ist Cloud bekanntlich nicht gleich Cloud. Daher sollte die Prüfung auch auf die unterschiedlichen Cloud-Modelle "öffentlich", "privat" und "hybrid" bezogen werden. Nicht zuletzt sind auch die Cloud-Anbieter gefragt, sich den Marktanforderungen zu stellen und ihre Angebote entsprechend zu erweitern beziehungsweise zu adaptieren. In dem Beitrag beleuchtet der unabhängige IT-Full-Service-Anbieter Consol, welche Modelle sich für welche Anwendungsfälle eignen und in welche Richtung sich die Cloud entwickelt.

Cloud ist nicht gleich Cloud

Zunächst basiert die Unterscheidung in Public und Private Cloud im Wesentlichen darauf, dass man bei der Private Cloud das Konzept der Public Cloud imitiert und innerhalb des eigenen Unternehmens umsetzt. Während ein Unternehmen bei der Public Cloud nicht genau weiß, wo die Rechner stehen und wer Zugang hat, stellt bei der privaten Cloud nicht ein externer Service-Provider, sondern die IT-Abteilung selbst skalierbare Ressourcen zur Verfügung, die nach Nutzung abgerechnet und von den Fachabteilungen über Selbstbedienungsportale gebucht werden können. Unterschiedliche Fachabteilungen bedienen sich dabei der gleichen Ressourcen, um die Auslastung und damit auch die Kosten zu optimieren.

Die IT-Abteilung agiert quasi wie ein interner Dienstleister. Die Daten verbleiben also im eigenen Haus, gleichzeitig aber auch die Kosten für die IT-Infrastruktur und den Betrieb. Hybride Modelle verbinden beide Ansätze. Darüber hinaus ist nach wie vor das klassische Outsourcing zu finden, bei dem ein Unternehmen seine IT zwar einem externen Dienstleister anvertraut, aber über ein hohes Maß an Kontrolle, Individualität und Zugang verfügt. Je nach Anwendungsfall unterscheidet man darüber hinaus die Auslagerung von Infrastruktur (Infrastructure-as-a-Service), Software (Software-as-a-Service) oder Plattformen (Platform-as-a-Service).

Überschüssige Kapazitäten auslagern

Einen geeigneten Anwendungsfall für die Public Cloud sehen die Experten von Consol in der Auslagerung von Rechenkapazität. Allerdings mit einer Einschränkung: Sie ist nur sinnvoll und auch kostengünstig, wenn nur gelegentlich auftretende Überschusskapazitäten ausgelagert werden, zum Beispiel für besondere Rechnungen der Finanzmathematik bei Banken, meteorologische Berechnungen - also alles, was ad hoc und nicht regelmäßig berechnet werden muss. Hier ist es wesentlich kostengünstiger, auf die Cloud auszuweichen, als sein eigenes Rechenzentrum zu erweitern. Sinnvoll ist es auch, einzelne wiederkehrende Rechnungsroutinen auszulagern.