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Haushaltsgeräte-Shop wächst auch in Deutschland

AO steigert Jahresumsatz auf 900 Mio. Euro



Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
AO.com konnte den Umsatz im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 13 Prozent auf 900 Millionen Euro steigern. In Deutschland und den Niederlanden kommt der britische Haushaltsgeräte-Shop nun auf 131 Millionen Euro.
Auch hierzulande sieht man immer häufiger Lieferwagen von AO.
Auch hierzulande sieht man immer häufiger Lieferwagen von AO.
Foto: AO

Die nach dem großen Erfolg von AO.com auf der Insel beim Markteintritt in Deutschland von einigen befürchtete Revolution blieb zwar aus, doch der Haushaltsgeräteshop verbessert sich von Jahr zu Jahr solide. Zwar weist das Unternehmen keine gesonderten Zahlen für die Bundesrepublik aus, doch macht das hierzulande erwirtschaftete Geschäft den Löwenanteil der Bilanzkategorie "Europe" aus, zu der neben Deutschland nur noch die Niederlande zählen. Um 55 Prozent konnte sich AO hier im Ende März beendeten Geschäftsjahr 2018 von 85 Millionen Euro auf 131 Millionen Euro steigern.

Das Wachstum auf dem britischen Heimatmarkt ist geringer und beträgt acht Prozent. Hier kommt der Haushaltsgeräte-Shop inzwischen auf einen Umsatz von 680 Millionen Pfund. Insgesamt konnte AO.com 2017/18 den Umsatz um 13 Prozent auf 900 Millionen Euro steigern. Das Erreichen der Umsatzmilliarde dürfte für das Unternehmen damit in unmittelbarer Reichweite liegen.

Profitabilität bis 2021 im Visier

Noch kostet die Expansion nach Europa AO mehr als die Umsatzerlöse einbringen: Nach -31,5 Millionen im vorhergehenden Geschäftsjahr betrug der Verlust 2018 noch immer 29,6 Millionen Euro. Der in Großbritannien erzielte Gewinn von 22,6 Millionen Pfund konnte das nicht vollumfänglich ausgleichen, so das unter dem Strich beim EBITDA ein Minus von knapp vier Millionen Euro übrigbleibt.

AO setzt in Deutschland auf Payback

"Unser Europageschäft legt weiter an Umfang und Zuverlässigkeit zu, so dass wir auf bestem Weg sind, unser Ziel zu erreichen, bis zu Geschäftsjahr 2021 profitabel zu werden", erklärt AO-CEO Steve Caunce. Das neue Geschäftsjahr habe sowohl auf dem Heimatmarkt wie auch auf dem Kontinent gut begonnen, mit einer Rückkehr zu Wachstumsraten im zweistelligen Bereich auch in Großbritannien. "Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Wachstumsziele für die kommenden Jahre erreichen können", so Caunce. Für den Deutschland und Holland umfassenden Geschäftsbereich "Europe" hat sich das Unternehmen bis 2020 die Marke von 250 Millionen Euro gesetzt.