20 Prozent weniger Verbrauch

App hilft beim Spritsparen

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Eine Smartphone-App namens "SignalGuru" soll Autofahrern beim Sparen von Sprit helfen. Ein Netzwerk an Smartphones erfasst dabei Informationen über Ampelsignale und hilft dem Nutzer dabei, Ampel-Stopps zu vermeiden. Auf diese Art und Weise ließ sich in einem Testlauf der Treibstoffverbrauch um bis zu einem Fünftel reduzieren.

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Universität Princeton entwickeln eine Smartphone-App namens "SignalGuru", die Autofahrern beim Sparen von Sprit helfen soll. Ein Netzwerk an Smartphones erfasst dabei Informationen über Ampelsignale und hilft dem Nutzer so, Ampel-Stopps zu vermeiden. Auf diese Art und Weise ließ sich in einem Testlauf der Treibstoffverbrauch um bis zu einem Fünftel reduzieren.

Die amerikanischen Forscher bieten einen Ansatz, der die Suche nach der günstigsten Tankstation der Umgebung ergänzen könnte und gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz liefert. Dabei wird ein Smartphone an einer Halterung im Auto befestigt, damit es über die GPS-Funktion als Navigationsgerät genutzt werden kann.

Gleichzeitig löst die App regelmäßig die Kamera des Telefons aus und verwertet die Bilder. Dabei entdeckt es auch andere Verkehrsteilnehmer, Ampeln und ihre aktuelle Schaltung. Über das Zusammenspiel mehrerer Telefone in einem Areal errechnet das System so laufend die Umschalt-Intervalle.

Diese Information macht sich SignalGuru zunutze, und zeigt dem Fahrer des Autos basierend auf seiner aktuellen Route an, wenn er seine Geschwindigkeit drosseln sollte, um die Grünphase auf der nächsten Kreuzung oder Ausfahrt zu erwischen.

Das System wurde sowohl im amerikanischen Cambridge auf die Probe gestellt, wo die Ampeln statisch vorprogrammiert sind, als auch in Singapur, wo die Grün- und Rotlichtphasen automatisch dem Verkehrsfluss angepasst werden. Dem Programm gelang die Voraussage der jeweils nächsten Grünphase mit einem Rechenfehler von rund 0,66 Sekunden im ersten bzw. etwas über einer Sekunde im zweiten Fall.

Die Wissenschafter testeten auch einen Algorithmus, der dem Fahrer die Anweisung gab zu beschleunigen, um rechtzeitig das "Grünlicht" zu erwischen, entfernten diesen dann aber wieder wegen Sicherheitsbedenken.

Projektleiter Emmanouil Koukoumidis kann sich noch weitere Einsatzmöglichkeiten für die App vorstellen. "Über die Kamera könnte man beispielsweise die Preisschilder von Tankstellen ablesen, Aufenthaltsort und Bewegung von Nahverkehrsbussen erfassen oder die Verfügbarkeit von Parkplätzen melden", zitiert ihn physorg.com. "All das wäre sehr nützlich für Pendler." (pte/haf)

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