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Übernahme

Apple zahlt eine halbe Milliarde US-Dollar für Texture

Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Mit der Übernahme von Texture seitens Apple müssen sich Anroid-Nutzer ab Ende Mai für eine Alternative zum Magazin-Abo umschauen. Denn Apple nimmt seine App Texture vom Play Store. Nun sind weitere Details zu den Übernahme-Bedingungen bekannt.

Vor gut einem Jahr hatte Apple die App Texture gekauft, eine Art "Netflix für Zeitschriften" - und zwar für schlappe 485 Millionen Dollar. Das Geschäftsmodell ist in Apple News+aufgegangen, das letzte Woche zunächst in den USA und Kanada startete, Texture blieb im App Store und im Google Play Store weiter zum Download angeboten und die Abonnenten konnten weiterhin alle darin enthaltenen Zeitschriften und Zeitungen lesen.

Aber nicht mehr lange: Zum 28. Mai wird Apple Texture einstellen. Wer ein neues Abo abschließen will, wird nun auf Apple News+ verwiesen, was für Mac-, iPhone- und iPad-Nutzer kein Problem ist. Besitzer von Android-Smartphones haben aber keine Möglichkeit, den neuen Dienst auszuprobieren, anders als Apple Music und Apple TV+ beschränkt Apple den News-Dienst auf seine eigenen Geräte.

Laut der New York Postbeinhaltete der Verkaufspreis von Texture in Höhe von knapp einer halben Milliarde US-Dollar eine Vorauszahlung von 100 Millionen US-Dollar an vier Verlage: Condé Nast, Meredith Communications, Hearst Communications und den kanadischen Verlag Rogers. Diese sollen in Zukunft im ersten Jahr mindestens 145 Millionen US-Dollar erhalten, für das zweite und dritte Jahr seien 240 Millionen US-Dollar eingeplant.

Dies sei eine Art letzter Versuch für Herausgeber, Einnahmen mit ihren Premium-Inhalten zu erzielen, zitiert die New York Post eine Verlagsquelle. Grund für die hohen Zahlungen an die Verlage ist, dass Apple selbst keine Werbung verkaufen wird, so eine Quelle. "Apple ist es egal, ob Verlage Werbung schalten, aber für Apple ist News+ ein reiner Online-Abonnement-Service."

Für Android-Nutzer sind das natürlich schlechte Neuigkeiten, allerdings gibt es auch eine Alternative: Über die App Magzter bekommt man für ebenfalls zehn US-Dollar im Monat oder 50 US-Dollar im Jahr Zugriff auf "5000 Magazine und kuratierte Premium-Artikel", die Angebote von Apple News+ und Magzter überschneiden sich weitgehend.