Der Todesstoß?

ARM beendet Geschäfte mit Huawei

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Für Huawei kommt es immer schlimmer: Auch ARM will mit Huawei keine Geschäfte mehr machen. Die Gründe.

Das Unternehmen ARM stellt ebenfalls alle Geschäftstätigkeiten mit Huawei ein. Das berichtet die BBC auf ihrer Internetseite am Mittwoch. Interessant ist die Nachricht auch deshalb, weil es sich bei ARM Limited um ein britisches Unternehmen handelt, welches seinen Hauptsitz in Cambridge hat. ARM sieht sich aber dazu gezwungen, weil das Unternehmen auch US-Technologien einsetzt, viele Büros in den USA unterhält und dort tausende Mitarbeiter beschäftigt.

Von ARM stammt das Design der mobilen Prozessoren, die in nahezu allen Smartphones zum Einsatz kommen. Die Prozessoren selbst werden nicht von ARM selbst hergestellt, sondern von Lizenznehmern gefertigt. Auch die von einigen Smartphone-Herstellern selbst hergestellten Prozessoren, wie die von Apple, Samsung oder auch Huawei, nutzen die ARM-Chipdesigns.

Dem Bericht zufolge hat ARM seine Mitarbeiter über eine Memo dazu aufgefordert, jegliche Zusammenarbeit mit Huawei auf allen Gebieten einzustellen. Betroffen davon seien "alle aktiven Verträge", jegliche "Support-Ansprüche" und alle noch "offenen Verträge". Damit wolle das Unternehmen die von der US-Regierung gegen das chinesische Unternehmen Huawei erlassenen Beschränkungen erfüllen. Die ARM-Mitarbeiter seien dazu aufgefordert worden, ihren Huawei-Kontakten die Beendigung der Zusammenarbeit mitzuteilen und auf die "unglückliche Situation" hinzuweisen. Bei möglichen persönlichen Kontakten, etwa bei Events, sollte jegliche Kommunikation "höflich" abgelehnt werden. Auch die Zusammenarbeit mit ARM China, welches zu 48 Prozent den Briten gehört, ist von der Entscheidung offenbar betroffen.

Weder ARM noch Huawei wollten sich zu der Angelegenheit gegenüber der BBC äußern.