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Interxion unterstützt Systemhäuser

Aufbau eigener Cloud- und IT-Service-Angebote

Peter Marwan lotet kontinuierlich aus, welche Chancen neue Technologien in den Bereichen IT-Security, Cloud, Netzwerk und Rechenzentren dem ITK-Channel bieten. Themen rund um Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen bei der Nutzung der neuen Angebote durch Reseller oder Kunden greift er ebenfalls gerne auf. Da durch die Entwicklung der vergangenen Jahre lukrative Nischen für europäische Anbieter entstanden sind, die im IT-Channel noch wenig bekannt sind, gilt ihnen ein besonderes Augenmerk.
Klassisch liefern Systemhäuser Unternehmen Hard- und Software, integrieren die Produkte, nehmen sie in Betrieb und unterstützen bei der Wartung. Heute müssen sie jedoch auch Partner bei Digitalisierung und Cloud-Nutzung sein. Dabei will Interxion helfen.

Interxion ist einer der großen europäischen Anbieter von Colocation-Rechenzentren. An 13 Standorten, darunter auch Düsseldorf und Frankfurt am Main, sorgt Interxion für Unterbringung und Netzanbindung der Server seiner Kunden und kümmert sich um die benötigte Infrastruktur. Nun geht das Unternehmen verstärkt auf Systemhäuser zu. Ihnen soll die Zusammenarbeit helfen, ihren Kunden Wege bei deren eigener digitaler Transformation und Cloud-Nutzung aufzuzeigen.

"Interxion liefert auf den Projektbedarf abgestimmte Vorleistungen für den sukzessiven Aufbau eigener Cloud- und IT-Services-Lösungen durch Systemhäuser", sagt Holger Nicolay, Business Development Manager bei dem Unternehmen.
"Interxion liefert auf den Projektbedarf abgestimmte Vorleistungen für den sukzessiven Aufbau eigener Cloud- und IT-Services-Lösungen durch Systemhäuser", sagt Holger Nicolay, Business Development Manager bei dem Unternehmen.
Foto: Interxion

Außerdem verspricht Interxion, Systemhäusern beim Umbau vom klassischen Hardware- und Lizenzverkauf zum Service Provider zu unterstützen. ChannelPartner sprach mit Holger Nicolay, Business Development Manager bei Interxion, über die anstehenden Veränderungen, die Angebote von Interxion und die neuen Möglichkeiten für Systemhäuser.

ChannelPartner.de: Was tut Interxion, um Systemhäuser bei ihren Bemühungen um Managed Services zu unterstützen?

Holger Nicolay:Interxion liefert granular auf den Projektbedarf abgestimmte Vorleistungen wie Basis-Rechenzentrumsdienstleistungen auf höchstem technischen Niveau. Dazu gehören Strom- und Notstrom-Versorgung, Klimatisierung, Verkabelung, Systeme zur Erkennung von Bränden und Wassereintritt sowie Sicherheitskontrollsysteme. Interxion nimmt Kunden zudem mit seinen Rechenzentren auch sehr viel Arbeit rund um Zertifizierungen und Auditierung ab.

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Channel meets Cloud, 28. Februar 2019

Systemhäuser müssen Cloud-fähig werden, um ihren Kunden die passenden Lösungen anzubieten. Auf dem Channel meets Cloud-Kongress am 28. Februar 2019 in München zeigen Service Provider, wie das Cloud- und Managed-Service-Geschäft gelingt.
Rechtsseminar zur DSGVO

Neben Colocation bietet Interxion Cloud Connectivity. Direkte und private Anbindungen zu den Public Cloud Hyperscalern unter Umgehung des öffentlichen Internets ermöglichen erst hoch-integrierte Hybride Clouds. Das erlaubt Systemhäusern schrittweise eigene Cloud- und Rechenzentrums-zentrierte IT-Services-Lösungen aufzubauen. Diese Vorleistungen ermöglichen den Einstieg in den Betrieb professionell gemanagter und zertifizierter Rechenzentren, für die Integration von Managed Public Cloud Services oder den Betrieb von individuell implementierten hybriden Strukturen.

ChannelPartner.de: Und wenn Systemhäuser keine eigenen Plattformen aufbauen wollen?

Holger Nicolay:Wenn sie Plattformen im Auftrag ihres Kunden betreiben oder nur beratend tätig sein wollen, damit ihre Endkunden die Vertragsbeziehung selbst halten können, bieten sich gemeinsame vertriebliche Aktivitäten mit uns und Provisionierung wie bei einem Empfehlungsprogramm an. Generell tritt Interxion explizit nicht in den Wettbewerb mit seinen Systemhaus-Kunden ein, da unser eigenes Portfolio ausschließlich Basis-Rechenzentrumsinfrastruktur umfasst. Mit IT-Betriebsservices beschäftigen wir uns nicht.

ChannelPartner.de: Was erwarten Sie von einem Partner, der Managed Service Provider sein oder werden will?

Holger Nicolay:Bereits heute erbringen viele Systemhäuser für ihre Kunden Services im IT-Betrieb. Entscheidend wird sein, diesen Weg konsequent weiter zu verfolgen - mit Integration von Public-Cloud-Services, indem man mobile Lösungen ermöglicht, in einer professionellen und zertifizierten Rechenzentrumsumgebung arbeitet, und den Betrieb rund um die Uhr sicherstellt.

Lesetipp: Cloud und Managed Services - Der Channel braucht starke deutsche Anbieter

Angebote wie Public Cloud Services ermöglichen es Systemhäusern, aber auch neuen Playern am Markt, betriebliche Leistungen ohne Investition in eigene Hardware für Kunden "on-demand" zu erbringen. Häufig sind es aber die angestammten IT-Partner der großen Public Cloud Provider wie Microsoft, Oracle oder IBM, deren Geschäftsfeld sich von der Systemimplementierung On-Premise zu einem Cloud-Betriebsmodell wandelt. Hier setzt unsere "Sell-with"-Initiative an. Sie soll Migrationspfade aufzeigen oder dabei helfen, strategische Projekte für Hybride Clouds umzusetzen.

ChannelPartner.de: Beim Stichwort Cloud denkt man oft an Großprojekte. Wie sieht die Preisstruktur bei Interxion aus?

Holger Nicolay:Interxion liefert auf den Projektbedarf abgestimmte Vorleistungen für den sukzessiven Aufbau eigener Cloud- und IT-Services-Lösungen seitens der Systemhäuser. Das Angebot der Interxion Basis-Rechenzentrumsinfrastruktur beginnt bei einem Rack. Portalbestellung von Erweiterungen wie zusätzlichen Verkabelungen und 24/7 Remote Hands-Support sind Teil des Standardportfolios. Server-Betrieb und Trouble-Shooting oberhalb der physischen Basis-Infrastrukturebene, zu der Strom, Klimatisierung, Zugang gehören, sind nicht Teil des Interxion-Portfolios.

ChannelPartner.de: Wie sind die Beziehungen zu den Vertriebspartnern organisiert?

Holger Nicolay:Unsere Leistungen lassen sich nicht in Standardprodukte packen. Rechenzentrums-Dienstleitungen sind höchst erklärungsbedürftig und genau auf den Kundenbedarf abgestimmt. Interxion adressiert die Channel-Partner großer Unternehmen und unterstützt sie beim Auf- und Ausbau von Rechenzentrums-zentrierten Managed Services. Mittels gemeinsamer vertrieblicher Aktivitäten und einem Empfehlungsprogramm wird mit ausgesuchten Kunden und Partnern im Cloud-Umfeld zusammengearbeitet.

ChannelPartner.de: Können Sie ein Beispiel für eine Partnerschaft nennen?

Holger Nicolay:Gerne. Zum Beispiel haben wir mit NetApp, Microsoft und dem Microsoft-Partner Solvinity in Amsterdam erfolgreich zusammengearbeitet. Dabei stellt Interxion die Colocation sowie die Cloud-Connect-Platform zur Anbindung in die Public Cloud bereit. Die Public-Cloud-Services werden von Microsoft bezogen. NetApp Private Storage innerhalb desselben Rechenzentrums ermöglichen lokale und private Datenhaltung bei der Nutzung von Cloud-Rechenleistungen.

Lesetipp: Digitale Transformation - Systemhäuser sollten cloudifizieren

Solvinity, das die eigene Transformation zum Managed-Services-Provider bereits erfolgreich vollzogen hat, erbringt aus all diesen Vorleistungen eigene Komplettangebote, welche sich in SLA und End-to-end-Verantwortung vom marktüblichen Standard abheben. Darüber hinaus erbringt das Systemhaus nach wie vor erfolgreich eigene Services wie Beratung, Implementierung und Monitoring im Betrieb. Es beweist damit, dass Cloud und ein nachhaltiges Angebot eigener Wertschöpfungen sich keinesfalls ausschließen.