AUSBLICK/ThyssenKrupp-Gewinn fällt im 3Q trotz hohen Stahlpreisen

14.08.2008
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Höhere Stahlpreise haben dem Umsatz der ThyssenKrupp AG im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 voraussichtlich einen Schub gegeben. Von ihnen dürften das Flachstahlgeschäft und auch die Dienstleistungssparte des Essener DAX-Konzerns profitiert haben. Das Ergebnis dürfte allerdings unter anderem wegen Projektkosten und wegen des schwächeren Edelstahlgeschäfts gefallen sein.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Höhere Stahlpreise haben dem Umsatz der ThyssenKrupp AG im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 voraussichtlich einen Schub gegeben. Von ihnen dürften das Flachstahlgeschäft und auch die Dienstleistungssparte des Essener DAX-Konzerns profitiert haben. Das Ergebnis dürfte allerdings unter anderem wegen Projektkosten und wegen des schwächeren Edelstahlgeschäfts gefallen sein.

Vor allem der Stahlhandel hat aber vermutlich sehr gute Ergebnisse erwirtschaftet. Für das Edelstahlsegment dagegen sind die Erwartungen gedämpft, denn dieser Bereich leidet unter der schwachen Nachfrage in Europa. Mehrere Wettbewerber haben hier bereits vor schwierigeren Zeiten gewarnt.

ThyssenKrupp veröffentlicht die Zahlen für den Zeitraum April bis Juni am kommenden Donnerstag. Das Technologiesegment dürfte dann angesichts einer guten Auftragslage wohl solide Zahlen präsentieren. Der Fahrstuhlbereich profitiert der Investmentbank JP Morgan zufolge von der anhaltenden Restrukturierung ebenso wie von Serviceaufträgen, zudem hatten Wettbewerber hier bereits gute Zahlen vorgelegt.

Belastungen für das Ergebnis sehen die Analysten dagegen durch Projektkosten in Brasilien und den USA - hier baut der Konzern große Stahlwerke - und durch Kosten für den Umbau des Bereichs Metal Forming. Die hohen Rohstoffkosten dagegen, vor allem für Eisenerz und für Kokskohle, werden sich wohl erst im vierten Quartal des Geschäftsjahres belastend bemerkbar machen.

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg rechnen für das dritte Quartal 2007/08 insgesamt mit einem Umsatzplus von 3%, beim Edelstahlgeschäft jedoch mit einem Minus von 29%. Daher wird auch insgesamt ein deutlich rückläufiges operatives Ergebnis erwartet.

Im Schnitt erwarten die 16 von Dow Jones Newswires befragten Analysten einen Umsatz von 13,8 (Vorjahr: 13,4) Mrd EUR, ein Vorsteuerergebnis von 836 (1.219) Mio EUR und einen Periodenüberschuss von 571 (759) Mio EUR. Bereinigt um Sondereffekte wird ein Vorsteuerergebnis von 945 Mio EUR erwartet.

Die Prognose für das Gesamtjahr 2007/08 dürfte der Konzern voraussichtlich bestätigen: Erwartet wird ein Umsatz von 53 Mrd EUR und ein um Sondereffekte bereinigtes Vorsteuerergebnis von über 3 Mrd EUR. Nach Einschätzung von JP Morgan könnte ThyssenKrupp allerdings ein schwächeres letztes Quartal ankündigen, zumal diese Phase des Jahres für die europäischen Stahlkonzerne traditionell ohnehin verhalten verläuft.

Webseite: http://www.thyssenkrupp.de - Von Richard Breum, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 - 13872 15, Richard.Breum@dowjones.com DJG/rib/jhe

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