Baltimore sucht Käufer für Content Technologies

25.09.2001
Vor knapp einem Jahr hat Baltimore für 1,13 Milliarden Dollar den Konkurrenten Content Technologies ("Mimesweeper") übernommen, nun wollen die Iren ihre Content-Security-Division möglichst schnell wieder los werden. Grund: 870 Millionen Euro Verlust im ersten Halbjahr 2001. So musste Baltimore bereits 220 Mitarbeiter frei setzen, weitere Entlassungen sind geplant. Im Rahmen dieses "Restrukturierungsprogramms" will das Unternehmen nun nicht nur Content Technologies verkaufen, sondern sich auch von der Nasdaq verabschieden und auf die Kernkompetenzen Authentifizierung und Autorisierung konzentrieren. Einen Käufer für Content zu finden dürfte erstmals schwierig sein, glauben Marktforscher von der Gartner Group. Nicht nur dass Baltimore das Vertrauen von Kunden zu verlieren droht, auch der bisherige Distributor in Deutschland, Computerlinks, vertreibt nicht mehr die Produkte der Iren. Diesen Part übernahm Allasso. Zwar zeigte sich Surf Control an einem Kauf von Content interessiert, doch betragen die Barreserven des britischen Unternehmens gerade mal 15,7 Millionen Pfund. Auf jeden Fall dürfte Baltimore mit dem Verkauf keinen großen Deal machen. Mehr als 80 Millionen Euro ist Content derzeit nicht wert, meinen die Analysten. (rw)

Vor knapp einem Jahr hat Baltimore für 1,13 Milliarden Dollar den Konkurrenten Content Technologies ("Mimesweeper") übernommen, nun wollen die Iren ihre Content-Security-Division möglichst schnell wieder los werden. Grund: 870 Millionen Euro Verlust im ersten Halbjahr 2001. So musste Baltimore bereits 220 Mitarbeiter frei setzen, weitere Entlassungen sind geplant. Im Rahmen dieses "Restrukturierungsprogramms" will das Unternehmen nun nicht nur Content Technologies verkaufen, sondern sich auch von der Nasdaq verabschieden und auf die Kernkompetenzen Authentifizierung und Autorisierung konzentrieren. Einen Käufer für Content zu finden dürfte erstmals schwierig sein, glauben Marktforscher von der Gartner Group. Nicht nur dass Baltimore das Vertrauen von Kunden zu verlieren droht, auch der bisherige Distributor in Deutschland, Computerlinks, vertreibt nicht mehr die Produkte der Iren. Diesen Part übernahm Allasso. Zwar zeigte sich Surf Control an einem Kauf von Content interessiert, doch betragen die Barreserven des britischen Unternehmens gerade mal 15,7 Millionen Pfund. Auf jeden Fall dürfte Baltimore mit dem Verkauf keinen großen Deal machen. Mehr als 80 Millionen Euro ist Content derzeit nicht wert, meinen die Analysten. (rw)