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Kaffeesatzlesen zum neuen Apple-Handy

Beim nächsten iPhone bleibt alles anders



Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.

Feintuning erforderlich

Trotzdem wird Apple nach den Angriffen von Konkurrenten wie HTC, Motorola oder Samsung auch Anpassungen unter der Haube vornehmen müssen - und sei es nur, damit das neue iPhone bei den technischen Daten in Produktvergleichen nicht allzu schlecht dasteht. Entsprechend kann man Berichten durchaus Glauben schenken, wonach Apple im neuen iPhone auch den im iPad 2 verbauten A5-Chipsatz verwenden wird - Dual-Core-CPUs mit Gigahertz-Taktung sind inzwischen im Highend-Bereich Standard. Auch mit der kolportierten Acht-Megapixel-Kamera, die angeblich mit einem Doppel-LED-Blitz ausgestattet werden soll, zöge der Marktführer bestenfalls mit der Konkurrenz gleich.

Das iPhone 4 beeindruckt primär durch sein neues Design und das superscharfe Retina-Display. Der Rest ist eher Standardkost.
Das iPhone 4 beeindruckt primär durch sein neues Design und das superscharfe Retina-Display. Der Rest ist eher Standardkost.
Foto: Apple

Als weitere Neuheiten tippen viele Analysten auf die Unterstützung von Near Field Communication (NFC) und des künftigen Mobilfunkstandards LTE. Diese Spekulatio-nen scheinen jedoch eher grundsätzlichen Überlegungen entsprungen, wie Apple weiter wettbewerbsfähig bleiben kann. Es ist unwahrscheinlich, dass entsprechende Module bereits mit dem neuen iPhone kommen werden. So gibt es zwar schon Smartphones mit NFC-Chip, etwa das Google-Handy "Nexus S" oder das angekündigte "Blackberry Bold 9900". Die zugrunde liegende Technik, die eine unkomplizierte drahtlose Datenübertragung über ultrakurze Entfernungen und damit etwa bargeldloses Bezahlen ermöglicht (Near Field Communication), hat sich im Markt aber noch nicht durchgesetzt. Außerdem, so das schlagkräftigere Argument, fehlt Apple noch der entsprechende Masterplan, um damit Kasse zu machen.

Keine Experimente

Auch LTE-Unterstützung ist eher unwahrscheinlich. Zwar gibt es in den USA bereits einige (Android-)Geräte, die den Mobilfunk der vierten Generation unterstützen. Global betrachtet werden LTE-Netze aber gerade erst aufgebaut. Zudem nutzen sie ganz unterschiedliche Funkfrequenzen. Nachdem Apple bereits im Februar eine CDMA-Version für Verizon herausgebracht hat, ist es wahrscheinlich, dass das neue iPhone GSM- und CDMA-Netze unterstützt.

Daneben gibt es noch Spekulationen über eine universelle - und vermutlich noch kleinere - SIM-Karte für alle Länder und Netze. Die Idee: Statt fest mit einem Carrier und einem Netz verbandelt zu sein, lädt der iPhone-Nutzer die für das jeweilige Netz im In- und Ausland benötigten Daten über den iTunes AppStore auf den Flash-Speicher der SIM-Karte. Damit würden für den Nutzer die mitunter enormen Preisunterschiede beim Roaming der Vergangenheit angehören. Aktuell ist schwer abzuschätzen, ob Apple schon jetzt den offenen Bruch mit den Carriern und einen möglichen Boykott seiner Produkte riskieren will. Möglicherweise warten die Kalifornier mit diesem fast schon teuflisch genialen Plan bis zum iPhone 6, vielleicht wurde er auch nur geprüft und schon längst wieder verworfen. Doch bekanntlich wäre Apple nicht so erfolgreich, wenn das Unternehmen nicht immer wieder für Überraschungen sorgen würde.