Channel umstrukturiert

Bitdefender ernennt Emilio Roman zum Europa-Vertriebschef

Peter Marwan lotet kontinuierlich aus, welche Chancen neue Technologien in den Bereichen IT-Security, Cloud, Netzwerk und Rechenzentren dem ITK-Channel bieten. Themen rund um Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen bei der Nutzung der neuen Angebote durch Reseller oder Kunden greift er ebenfalls gerne auf. Da durch die Entwicklung der vergangenen Jahre lukrative Nischen für europäische Anbieter entstanden sind, die im IT-Channel noch wenig bekannt sind, gilt ihnen ein besonderes Augenmerk.
Mit Emilio Roman hat Bitdefender einen erfahrenen Security-und Channel-Experten als Vice President Sales EMEA geholt. Er leitet die schon Anfang des Jahres neu aufgestellte Vertriebsorganisation, in der Channel und Direct Touch zusammengeführt wurden.
Unter dem beständigen und sehr channel-erfahrenen, neuen eruopäischen Vertriebsleiter Emilio Roman will Bitdefender seine Partnerbasis und seine Marktpräsenz vor allem im B2B-Bereich ausbauen.
Unter dem beständigen und sehr channel-erfahrenen, neuen eruopäischen Vertriebsleiter Emilio Roman will Bitdefender seine Partnerbasis und seine Marktpräsenz vor allem im B2B-Bereich ausbauen.
Foto: Bitdefender

Mit der Ernennung von Emilio Roman zum Vice President Sales EMEA hat Bitdefender die Umstellungen im weitgehend Vertrieb abgeschlossen. Roman bringt über 20 Jahre Erfahrung in der IT-Branche mit, in denen er unter anderem über zehn Jahre bei Fortinet (zuletzt als Titel Vice President Sales EMEA and APAC), und vor seinem Wechsel zu Bitdefender über fünf Jahre bei Scality (zuletzt als Senior Vice President EMEA, APAC and Global Alliances) beschäftigt war. Als europäischem Vertriebsleiter untersteht ihm das gesamte Vertriebsgeschäft in Europa, also sowohl die Direct-Touch-Organisation des Unternehmens als auch der gesamte indirekte Vertrieb.

Damit sind diese beiden zuletzt eher parallel operierenden Einheiten wieder einem Chef gegenüber verantwortlich. Diese Neuordnung setzt sich auch auf darunterliegenden Ebenen fort, wie ChannelPartner aus dem Unternehmen erfuhr. Dadurch sei es den jeweils für ihr Gebiet zuständigen Managern nun einfacher möglich, gezielt Partner und Kunden zusammenzubringen. Bitdefender hatte auch in der Vergangenheit das Geschäft mit direkt betreuten Kunden immer über Partner abgewickelt. Mit der Neuaufstellung soll nun aber die Unterstützung und der Aufbau neuer Partnern gezielter betrieben werden.

Mehr zum Thema: Nuvias wird Distributor für Bitdefender

Der Ausbau der Partnerbasis läuft für Bitdefender laut Thomas Krause, Regional Sales Director DACH, derzeit "sehr gut". Dazu trage auch der unlängst mit Nuvias geschlossene Distributionsvertrag bei. Die Kunden des VADs zeigten aufgrund der Neuorientierung anderer Hersteller durchaus Interesse an neuen IT-Security-Spezialisten, so Krause. Das ist höflich formuliert: Symantec hatte nicht nur den Distributionsvertrag mit Nuvias beendet, sondern lässt derzeit viele Kunden und Partnern sträflich im Stich. Dass sich die nach Alternativen umsehen, ist nachvollziehbar. Davon profitieren viele Marktteilnehmer, darunter offenbar auch Bitdefender.

Der neue Vertriebschef soll das Wachstum des Cybersecurity-Spezialisten nun europaweit koordinieren und verstärken. Er berichtet dazu direct an Joe Sykora, Vice President of Global Sales and Channels. Der lobt: "Emilio Roman ist ein erfolgreicher Vertriebsmanager und verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz, eine genaue Kenntnis der EMEA-Märkte und ein umfassendes Know-how in der Sicherheitsbranche."

Personeller Brexit bei Bitdefender

Roman führt in seinem Amt letztlich die Aufgaben zusammen, die im vergangenen Jahr noch Andrew Philpott als VP Enterprise Sales EMEA und Christian Stanford als Senior Director EMEA Channels getrennt bearbeiteten. Sowohl Stanford (als Vice President EMEA Channels) als auch Philpott (als General Manager für Europa) wechselten zum Jahresende zum US-israelischen Anbieter Cybereason.

Auch interessant: Cybereason verpflichtet Amin Motie für die DACH-Region

Mit früheren Stationen bei McAfee, Check Point und RSA respektive Forcepoint und McAfee wurden die beiden Briten vor allem in US-bestimmten Technologiefirmen sozialisiert. Die Vermutung ist nicht von der Hand zu weisen, dass sie sich in dem zwar international ambitionierten aber immer noch in Europa verwurzelten Bitdefender nicht vollkommen Zuhause fühlten.

Zur Startseite