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Internet der Dinge

Brüssel will Sicherheitszertifikat für vernetzte Geräte

20.09.2017
Für Autos oder Haushaltsgeräte mit Internetanschluss soll es nach dem Willen der EU-Kommission künftig einheitliche europäische Sicherheitsstandards geben.
Mit einem Zertifikat sollen Verbraucher künftig erkennen können, ob vernetzte Geräte europäische Sicherheitsstandards erfüllen, fordert die EU-Kommission.
Mit einem Zertifikat sollen Verbraucher künftig erkennen können, ob vernetzte Geräte europäische Sicherheitsstandards erfüllen, fordert die EU-Kommission.
Foto: a-image - shutterstock.com

Die EU-Kommission erklärte am Dienstag, dass ähnlich wie bei Lebensmitteln Verbraucher durch Sicherheitszertifikate erkennen könnten, ob Produkte europäische Standards erfüllen. Auch für wichtige Infrastruktur wie Energie- und Verkehrsnetze gäbe es solche Zertifikate.

Die Bescheinigungen wären EU-weit gültig, aber nicht zwingend vorgeschrieben, hieß es. Sie sollen von der EU-Agentur für Cybersicherheit in Griechenland entwickelt werden, die den Plänen zufolge gestärkt werden soll. Dies bedarf aber noch der Zustimmung der EU-Staaten und des Europaparlaments.

Im "Internet der Dinge" werden immer mehr Geräte mit dem Internet und miteinander verbunden. So lässt sich etwa die Heizung von unterwegs steuern. Bis zum Jahr 2020 dürfte es nach Einschätzung des zuständigen Vizepräsidenten der EU-Kommission, Andrus Ansip, um die sechs Milliarden vernetzte Geräte in der EU geben. Nach Angaben seiner Behörde entstehen dazu aktuell schon verschiedene Sicherheitsstandards auf nationaler Ebene. So gebe es etwa für intelligente Stromzähler, die den Verbrauch an im Tagesverlauf schwankende Preise anpassen, bereits unterschiedliche Zertifizierungsverfahren in Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

Derzeit sei es viel zu einfach, vernetzte Geräte anzugreifen, warnte Ansip. Der Großteil der Attacken ließe sich aber abwenden, wenn Verbraucher bei ihren Geräten ebenso auf Sicherheit achteten wie bei ihren Computern. Das sei eine Frage der "Cyberhygiene", sagte er - ebenso natürlich wie heute das Händewaschen vor dem Essen. (dpa/ib)