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Nutzung von Cloud Native Apps verdoppelt sich bis 2020

Capgemini stellt neuen Cloud-Report vor

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 
Laut den Analysten des französischen Outsourcers und Dienstleisters setzt sich der Erfolgskurs der Cloud weiter fort. Auch die Anwendung von Cloud-spezifischen Anwendungen werde immer beliebter.
 
  • 15 Prozent aller neuen Apps sind Cloud-native
  • Bis 2020 soll dieser Anteil 32 Prozent betragen
  • CIOs haben Probleme

Cloud-native Anwendungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. So zumindest interpretiert Capgemini ihre Auftragsstudie bei Longitude Research, die unter 902 Fachkräften unterschiedlichster Finanz-, Handels- und Industriebereiche in elf Ländern Europas, Amerikas und Australien durchgeführt wurde. Die Hälfte der Befragten stammte dabei aus IT-Abteilungen.

Marius Vöhringer, Leiter des Cloud-Kompetenzcenters bei Capgemini in Deutschland, sieht Kompetenzlücken bei den CIOs, welche ihre Cloud-spezifischen Initiativen behindern.
Marius Vöhringer, Leiter des Cloud-Kompetenzcenters bei Capgemini in Deutschland, sieht Kompetenzlücken bei den CIOs, welche ihre Cloud-spezifischen Initiativen behindern.
Foto: Capgemini

Als Begründung zu ihrer Einschätzung einer stärkeren Cloud-Nutzung sehen 74 Prozent eine Steigerung der Geschäftsagilität, 70 Prozent die Zusammenarbeit mit externen Partnern und 67 Prozent glauben an eine Verbesserung der Kundenerfahrung.

15 Prozent aller neuen Anwendungen sind heute Cloud-native, also Programme und Dienste, die eigens für die Funktionalität in der Cloud programmiert wurden. Dieser Anteil, so die Studie, soll sich in den kommenden drei Jahren auf 32 Prozent mehr als verdoppeln.

Viel Psychologie beim Thema Cloud

Im Rahmen der Befragung wurden Unternehmen in Vorreiter und Nachzügler unterteilt. So hätten die Vorreiter - Unternehmen, die mehr als 20 Prozent Cloud-nativer Anwendungen nutzen - eine doppelt so hohe Chance auf Umsatzsteigerungen wie die Nachzügler. So zumindest will es die Analyse.

Weiterhin beschreiben die Vorreiter ihre eigene Softwareentwicklung eher als agil (69 Prozent gegenüber 37 Prozent), die Bereitstellung eher als automatisiert (78 Prozent zu 46 Prozent) und DevOps-Teams eher als integriert (69 Prozent zu 38 Prozent). Außerdem würden sie eine stärker wachstumsorientierte Haltung gegenüber IT-Funktionen einnehmen. So priorisieren sie Kundenerfahrung vor Geschäftsagilität, Skalierbarkeit und Kosteneinsparungen.

Bei den Vorreitern, immer nach Definition der Studie gesehen, hätten Hightech- und produzierende Industrie mit 26 und 29 Prozent den größten Anteil, Banken mit 11 Prozent und Versicherer mit 18 Prozent liegen im unteren Bereich. Dies würde sich jedoch aufgrund des Wettbewerbs weiter zugunsten der Cloud Natives verändern, da diese bereits stärkere Investitionen für PaaS-Lösungen geplant haben, so die Analyse von Capgemini.

Cloud Natives-Initiativen werden gebremst

"Unsere Prognosen deuten darauf hin, dass Cloud-Native-Architekturen bis 2020 zur Standardeinstellung für Anwendungen werden, die für den Kontakt mit Kunden konzipiert sind. Unternehmen müssen heute mit immer kürzeren Innovationszyklen arbeiten und die Kundenerfahrung stetig besser machen. Gegen diesen immensen Druck gibt uns die Cloud ein gutes Gegenmittel an die Hand", sagt Marius Vöhringer, Leiter des Cloud-Kompetenzcenters bei Capgemini in Deutschland.

"Die Technologie von Cloud Native Apps ist ein bedeutender Hebel für die Geschäftsperformance. CIOs müssen dafür aber noch Kompetenzlücken schließen und das Thema Kulturwandel in der Organisation ansprechen", ergänzt Vöhringer.

Die komplette Studie kann in englischer Sprache und nach Registrierung unter diesem Link als PDF-Datei abgerufen werden. (KEW)

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