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Sicherheitsbedenken

China unterbindet LTE-Verbindungen der Apple Watch 3

23.10.2017
Apple muss in China einen Rückschlag bei seiner neuen Smartwatch hinnehmen. Behörden haben dem Technologieunternehmen bisher keine Genehmigung für den Einsatz von eSIMs erteilt, weshalb eine wichtige Neuerung der Uhr nicht mehr funktioniert.
In China kann man nicht alle Funktionen der Apple Watch 3 nutzen.
In China kann man nicht alle Funktionen der Apple Watch 3 nutzen.
Foto: Oleg GawriloFF - shutterstock.com

Mitarbeiter des Konzern in Peking bestätigten der Deutschen Presse-Agentur am Freitag, dass die Apple Watch 3 derzeit keine Mobilfunkverbindung herstellen könne. Anders als seine Vorgängermodelle verfügt das Gerät über einen LTE-Chip sowie eine fest verbaute eSIM.

Wird die LTE-Verbindung aktiviert, kann man mit der Smartwatch auch ohne direkte Verbindung zum iPhone telefonieren und auf das Internet zuzugreifen. Diese Funktion muss jedoch von örtlichen Netzbetreibern unterstützt und freigeschaltet werden - was in China nun nicht mehr möglich scheint. In Deutschland können bislang exklusiv Kunden der Deutschen Telekom diese Funktion nutzen. Die Apple Watch 3 wird von Apple allerdings auch ohne LTE-Option angeboten.

Keine Genehmigung für eSIMs

China Unicom, der einzige Netzbetreiber, mit dem die Uhr seit der Markteinführung im September genutzt werden konnte, teilte mit, dass es sich bislang nur um einen Testlauf gehandelt habe. Kunden würden informiert, wenn der Dienst auch regulär zur Verfügung steht.

Wie die chinesische Wirtschaftszeitung "National Business Daily" berichtete, hätten Behörden noch keine Genehmigung für den Einsatz von eSIMs erteilt. Es gebe Sicherheitsbedenken. Auch würden sich Netzbetreiber selbst noch gegen die Technik sperren.

Apple steht auf seinem zweitwichtigsten Markt China schon länger unter Druck und verliert Marktanteile. Der Konzern wurde von den Aufsichtsbehörden gezwungen, sein Online-Buch- und Film-Angebote zu sperren. Zuletzt löschte der Konzern auf Druck der Behörden auch so genannte VPN-Programme aus seinem chinesischen Apple-Store, mit denen die Internetsperren des Landes umgangen werden können. (dpa/ib)