Channel-Sales-Kongress

Cloud-Kongress förderte Vernetzung im Channel

08.02.2013
Zu wenig Bandbreite, Bedenken bezüglich des Datenschutzes? Vertriebspartner kennen die skeptischen Fragen der Anwender, wenn der Begriff Cloud fällt. Der Channel-Sales-Kongress zeigte, wie sich diese - und andere - Hürden überwinden lassen.

Zu wenig Bandbreite, Bedenken bezüglich des Datenschutzes? Vertriebspartner kennen die skeptischen Fragen der Anwender, wenn der Begriff Cloud fällt. Der Channel-Sales-Kongress zeigte, wie sich diese - und andere - Hürden überwinden lassen.
Wie sehr das Cloud-Geschäft die Zusammenarbeit zwischen den Resellern - selbst unter Wettbewerbern - beflügelt, war auf dem Channel-Sales-Kongress am 31. Januar in München hautnah zu erleben.
Viele der Systemhauspartner hatten schon in der Vergangenheit gemeinsam Projekte umgesetzt, freuten sich über das unvermutete Wiedersehen und loteten künftige Kooperationsmöglichkeiten aus. Doch auch neue Kontakte bahnten sich an, insbesondere zwischen Rechenzentrumsbetreibern und Systemhäusern. Die Pausen hatten es also ebenso in sich wie das Vortragsprogramm.

Besonderen Anklang fanden die Praxisberichte der Systemhäuser Utilitas und pr itk Solutions. Utilitas-Geschäftsführer Peter Haupt erläuterte in seinem Vortrag nicht nur, welche Hürden sein Unternehmen überwinden musste, bis das Geschäftsmodell für Microsoft Office 365 stand, sondern beschrieb auch sehr anschaulich die ersten Gehversuche mit Exchange Hosting und zeigte anhand von Rechenbeispielen, weshalb und wie sich mit Office 365 Geld verdienen lässt.

Ein weiteres Beispiel für die praktische Umsetzung eines Cloud-basierten Geschäftsmodells, aber auch für die Vorteile von Kooperationen zwischen Partnern, führte Patrick Ruppelt an, Geschäftsführer des IT-Beratungsunternehmens pr itk Solutions. Er kooperiert seit vielen Jahren mit der Roth ITK Consulting GmbH, die sich auf Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Hardwareentwicklung spezialisiert hat. Mit dem gemeinsamen Projekt Rechenzentrum München präsentieren sich beide als Premium-IT-Dienstleister. Angefangen vom klassischen Systemhausgeschäft mit End-User-Support bis hin zu weltweit standortverteilten Plattformen betreuen sie nun die unterschiedlichsten IT-Landschaften.

Griffiges Know-how rund um den Datenschutz in der Cloud vermittelte Rechtsanwalt Dr. Sebastian Kraska. Die Teilnehmer schätzten vor allem, dass Kraska nicht nur die rechtliche Seite beherrscht, sondern über sichtlich große IT-Erfahrung verfügt. "Diese Kombination ist wirklich selten", lobte einer der Teilnehmer.
Sicherung und Schutz der Daten in Coud-Umgebungen war auch das zentrale Thema, dem sich SafeNet und Infinigate auf dieser Veranstaltung widmeten.

Für einige der angereisten ISVs waren insbesondere die Bereitstellungs- und Abrechnungsplattformen, wie sie Arrow mit ArrowSphere anbietet, von großem Interesse.

Wie heiß das Thema "Dropbox" zurzeit ist, zeigte sich an den Diskussionen über mögliche Alternativen - und die sind breit gefächert. Denn hier bieten nicht nur klassische Storage-Anbieter wie EMC Mozy selbst entwickelte Lösungen an, sondern auch spezialisierte Dienstleister und Rechenzentrumsbetreiber, wie beispielsweise die Ingolstädter Aligia GmbH.

Die Arrow-ECS-Manager Christian Sojtschuk, Cloud-Architekt, und Alexander Lodenkemper, ArrowSphere Cloud Leader, zeigen anhand konkreter Beispiele, welche konkreten Geschäftsmöglichkeiten sich für Systemhäuser mit der Cloud-Handels- und -Abrechnungsplattform ArrowSphere eröffnen.

Wie viel Potenzial noch immer in der Virtualisierung - insbesondere des Netzwerkes - steckt, verdeutlichte Matthias Schorer, Cloud & Advisory Services Leader bei VMware, mit der provokanten Losung: "Cloud war gestern, willkommen Software Defined Datacenter".

Einsatzszenarien für HP CloudSystem, Lösungen für den Schutz sensibler Daten in der Cloud sowie ERP- und WWS-Software von weclapp, die von Anfang an für den Einsatz in der Cloud entwickelt wurde, waren weitere Schwerpunktthemen.

Wie Partner ihr Dienstleistungsgeschäft transparenter und effizienter managen können, vermittelte Annika Holicki von Autotask.

Der abschließende Roundtable mit Podiumsdiskussion brachte noch einmal grundsätzliche Fragen zu der sich wandelnden Rolle des Channels aufs Tablett.

(rb)