CO2-Ausstoß durchs Internet so groß wie durch Flugverkehr

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich PCs und Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Notebooks, PCs, Smartphones, Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Der Stromverbrauch des Internets verursacht inzwischen ebenso viel CO2 wie der weltweite Flugverkehr, haben Experten berechnet. "Bereits im Jahr 2005 wurden rechnerisch weltweit rund 20 Eintausend-Megawatt Großkraftwerke allein dafür benötigt, um den Strombedarf des Internets und der zugehörigen Datenzentren zu decken", erklärt Joachim Lohse, Geschäftsführer des Freiburger Öko-Instituts http://www.oeko.de/ gegenüber der Zeitung "Die Welt". Zwischen den Jahren 2000 und 2005 hat sich der Stromverbrauch des Internets verdoppelt, die Datenmenge verdoppelt sich sogar alle vier Monate.

Der Stromverbrauch des Internets verursacht inzwischen ebenso viel CO2 wie der weltweite Flugverkehr, haben Experten berechnet. "Bereits im Jahr 2005 wurden rechnerisch weltweit rund 20 Eintausend-Megawatt Großkraftwerke allein dafür benötigt, um den Strombedarf des Internets und der zugehörigen Datenzentren zu decken", erklärt Joachim Lohse, Geschäftsführer des Freiburger Öko-Instituts gegenüber der Zeitung "Die Welt". Zwischen den Jahren 2000 und 2005 hat sich der Stromverbrauch des Internets verdoppelt, die Datenmenge verdoppelt sich sogar alle vier Monate.

Laut Berechnungen der New York Times braucht jede Suchanfrage bei Google soviel Strom wie eine Energiesparlampe in einer Stunde. Auch der Stromverbrauch eines Second-Life-Avatars ist nicht zu unterschätzen. Wenn man den Verbrauch des Spielercomputers sowie der 4.000 Second-Life-Server berücksichtigt, ergibt dies einen Jahresverbrauch von 1.752 Kilowattstunden pro Avatar. Umgerechnet bedeutet dies einen CO2-Ausstoß von 1,17 Tonnen pro Jahr, wie der US-Autor Nicholas Carr berechnet hat.

Bei den momentanen Strompreisen stellen der hohe Strombedarf und der rasante Anstieg der Datenmengen für Unternehmen mit großen Servern hohe Kostenfaktoren dar. Große Konzerne wie Google und eBay zahlen monatlich Stromrechnungen in der Höhe mehrerer Mio. Dollar. Da Serverfarmen zusätzlich auch Strom zur Kühlung brauchen, steigt der Bedarf noch weiter. Um den Klimawandel durch hohen CO2-Ausstoß nicht noch weiter anzukurbeln, ist das deutsche Unternehmen Strato nun auf Strom aus Wasserkraft umgestiegen. Auf den Strato-Rechnern liegt ungefähr ein Viertel des deutschen Internets. (pte)

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