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Schwierigkeiten beim Postengeschäft

Computeruniverse gliedert Einkauf an Cyberport aus

03.05.2013
Eine stagnierende Umsatzentwicklung hat Computeruniverse in die roten Zahlen gebracht. Konsequenz: Der Einkauf im Postengeschäft mit den wichtigsten Herstellern wird auf das Schwesterunternehmen Cyberport ausgegliedert.
Der Firmensitz von Computeruniverse im hessischen Friedberg
Der Firmensitz von Computeruniverse im hessischen Friedberg

Eine stagnierende Umsatzentwicklung hat den Elektronikversender Computeruniverse im Geschäftsjahr 2011 in die roten Zahlen gebracht. Als Konsequenz ist Computeruniverse im vergangenen Jahr dazu übergegangen, den Einkauf im Postengeschäft mit den wichtigsten Herstellern auf das ebenfalls zum Medienkonzern Burda gehörende Schwesterunternehmen Cyberport auszugliedern. Das geht aus dem im Handelsregister veröffentlichten Geschäftsbericht von Computeruniverse hervor. Demzufolge kam das Unternehmen 2011 mit knapp 78,1 Millionen Euro auf einen im Vergleich zum Vorjahr (77,8 Millionen Euro) nahezu unveränderten Umsatz. 2010 gelang Computeruniverse dagegen noch eine Umsatzsteigerung von rund 29 Prozent.

Der stagnierende Umsatz hat sich – bei sinkenden Margen und steigenden Kosten – negativ auf das Geschäftsergebnis von Computeruniverse ausgewirkt. Nach einem Gewinn von 465.000 Euro 2010 kam bei dem Unternehmen 2011 ein Verlust in Höhe von 583.000 Euro zustande. Als wichtigste Ursache für die schwierige Geschäftsentwicklung macht Computeruniverse im Geschäftsbericht die weiter zunehmende Bedeutung von Postengeschäften verantwortlich: „Die Marge des Vorjahres [konnte] nicht gehalten werden, da mit dem zunehmenden Anteil des Postengeschäftes Artikel an Bedeutung gewonnen haben, die stärker im Fokus stehen, bei denen der Wettbewerb erheblich intensiver ist“, erklärt das Unternehmen. Zwar sei es auch Computeruniverse gelungen, an attraktive Occasionsware zu kommen, allerdings nicht über die gesamte Sortimentsbreite hinweg. Zudem sei mit dem Postengeschäft auch der Lagerbestand und das damit verbundene Warenrisiko deutlich angestiegen.

Die Lösung stellt für das seit 2006 zu Burda Digital gehörende Computeruniverse eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Firmenschwester Cyberport dar. Im Ausblick auf 2012 heißt es dazu im Geschäftsbericht: „Die Aufgaben des Produktmanagements, die sich auf Postengeschäfte mit den größten Herstellern konzentrieren, werden nicht mehr vom Unternehmen selbst, sondern von der Schwestergesellschaft Cyberport in Dresden wahrgenommen.“ Damit könne Computeruniverse nicht nur von den besseren Konditionen der Schwestergesellschaft profitieren, sondern auch von einer besseren Verfügbarkeit der Ware und einem insgesamt geringeren Warenrisiko. Zugleich kündigte Computeruniverse an, die teilweise Ausgliederung des Einkaufs zu nutzen, um sich verstärkt um zuletzt vernachlässigte Produktgruppen und Hersteller zu kümmern und dadurch das Geschäft mit margenträchtigeren Artikeln stärker voranzutreiben.

Die stagnierende Entwicklung bei Computeruniverse erklärt damit zu einem Teil den großen Umsatzsprung von 48 Prozent, den Cyberport im vergangenen Jahr verbuchen konnte. So bestätigte Cyberport-Geschäftsführer bereits Anfang des Jahres im ChannelPartner-Interview, dass die beiden Burda-Töchter einen Teil des Einkaufs zusammengelegt hätten. „2012 haben wir die gemeinschaftlichen Einkaufsanstrengungen noch einmal forciert. Das ist sicherlich ein weiterer Aspekt, den man bei den Gründen für unser starkes Wachstum anführen muss“, so Siegel.

Wie erfolgreich sich die Ausgliederung des Postengeschäfts für Computeruniverse ausgewirkt hat, wird der – noch nicht veröffentlichte – Geschäftsbericht für 2012 zeigen. Eine weitere Kennzahl aus dem Jahr 2011 sollte dem Elektronikversender jedenfalls Hoffnung für die Zukunft machen: Das Unternehmen hat eine treue Kundschaft, was sich in einer überdurchschnittlich hohen Wiederkaufrate ausdrückt, die im Berichtzeitraum bei etwa 63 Prozent des Umsatzes lag. (mh)