Conergy muss für verlängerte Darlehen höhere Zinsen zahlen

05.10.2010
HAMBURG (Dow Jones)--Die Gläubiger des Solarunternehmens Conergy haben für die Verlängerung der Darlehen im Sommer umfangreiche Gegenleistungen verlangt. So wurde für die Kredite ein 0,65 Prozentpunkte höherer Zinssatz vereinbart, wie der scheidende Vorstandsvorsitzende Dieter Ammer auf der Hauptversammlung am Dienstag sagte. Zusätzlich sei eine einmalige Gebühr fällig und die Bereitstellung von Sicherheiten verlangt worden, erklärte Ammer weiter.

HAMBURG (Dow Jones)--Die Gläubiger des Solarunternehmens Conergy haben für die Verlängerung der Darlehen im Sommer umfangreiche Gegenleistungen verlangt. So wurde für die Kredite ein 0,65 Prozentpunkte höherer Zinssatz vereinbart, wie der scheidende Vorstandsvorsitzende Dieter Ammer auf der Hauptversammlung am Dienstag sagte. Zusätzlich sei eine einmalige Gebühr fällig und die Bereitstellung von Sicherheiten verlangt worden, erklärte Ammer weiter.

Die Hamburger Conergy AG hatte Ende Juli kurz vor Auslaufen der Darlehen eine grundsätzliche Verlängerung bis Ende 2011 mit den Gläubigern vereinbart. Dies betraf ein Darlehen von 250 Mio EUR sowie eine nach Bedarf auszuschöpfende Bürgschaftslinie von 200 Mio EUR. Dazu kommen noch über 56 Mio EUR, die das Unternehmen für einen zweiten Kredit schuldete. Laut Finanzvorstand Jörg Spiekerkötter war als Zins ursprünglich ein Satz von 200 Basispunkten über Euribor vereinbart. Am Ende des ersten Halbjahrs verzeichnete Conergy Finanzschulden in Höhe von 339 Mio EUR.

Nach Aussage Ammers gehören mittlerweile auch zwei Hedgefonds zum Gläubigerkreis. Einer sei der in den Medien kolportierte York Capital. Dieser habe nach Informationen des Vorstands von der britischen Barclays-Bank Verbindlichkeiten in Höhe von 35,8 Mio EUR erworben, erklärte Ammer. Ein weiterer, namentlich nicht bekannter Finanzinvestor, habe sich wirtschaftlich an den Darlehensanteilen der französischen Bank Societe Generale beteiligt.

Webseite: www.conergy-group.com -Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 13 87 214, martin.rapp@dowjones.com DJG/mmr/ebb

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