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22.05.2018 - 

Cloud-Business

Darauf sollte sich der Channel vorbereiten

Markus Fritz ist Senior Channel Manager bei Rackspace 
Das Jahr 2018 hält für den Channel viele Herausforderungen vor. Aber den Systemhäusern bieten sich auf viele Chancen, etwa im Cloud-Business oder mit Managed Services.
 
  • EU-DSGVO
  • Managed Services
  • veränderte Cloud-Nutzung

Der Channel blickt auf ein bewegtes Jahr 2017 zurück: Neue Entwicklungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Internet der Dinge (IoT) und Serverless Infrastructure hielten viele Reseller auf Trab. Aber auch neue Compliance-Anforderungen, insbesondere im Rahmen der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO), sorgten für hohen Beratungsbedarf bei den Kunden. Diese Themen werden auch 2018 eine wichtige Rolle spielen.

EU-DSGVO

Insbesondere die EU-DSGVO dürfte noch für große Hektik sorgen. Schließlich traten die neuen Vorschriften schon in Kraft und viele Unternehmen sind noch kaum darauf vorbereitet. Wie lassen sich die Compliance Anforderungen schaffen? Diese Frage treibt viele Channel-Partner und Kunden um. Dabei sind vor allem folgende Bereiche zu beachten:

  • Die EU-DSGVO ist keine komplett neue Vorschrift, viele Anforderungen sind in Unternehmen bereits aufgrund anderer Datenschutz-Regelungen umgesetzt. Daher sind die bestehenden Prozesse auf ihre Compliance zu prüfen und nur die Lücken zu schließen. Dies kann viel Zeit sparen.

  • Die Einhaltung der EU-DSGVO erfordert zwar eine individuell angepasste Lösung, jedoch stehen viele Bausteine oder Module als Basis bereit. Dies gilt für Technologien, Richtlinien und organisatorische Prozesse.

  • Bei der EU-DSGVO geht es nicht nur um Datenschutz, sondern auch um Datensicherheit. Auch hier setzen viele Unternehmen bereits entsprechende Maßnahmen ein, um Gefahren sofort zu erkennen, abzuwehren und nachzuverfolgen.

  • Eine große Herausforderung ist, dass auch alle Partner und Dienstleister, die personenbezogenen Daten von EU-Bürgern speichern und verarbeiten, unter diese Regelung fallen. So müssen auch Cloud-Anbieter die EU-DSGVO einhalten, selbst wenn diese außerhalb der EU sitzen.

Managed Services Provider

Unternehmen benötigen daher umfassendes Know-how in Kombination mit technischen Kontrollmöglichkeiten, mit denen sie nachweisen können, dass sie die EU-DSGVO einhalten. Durch die hohen Kosten und den Mangel an Fachwissen nutzen viele Unternehmen die Cloud. Ein unabhängiger Berater und Managed Services Provider, der aufgrund seiner Erfahrung und Best Practices bei der Planung und Durchführung von DSGVO-Projekten unterstützt, kann hier in allen Punkten wertvolle Hilfe leisten. Denn Kunden haben oft nicht die Zeit, Energie und Ressourcen, um alle Anforderungen alleine zu meistern. Bei den Themen Compliance und Cloud-Sicherheit werden sich 2018 daher deutlich mehr Unternehmen an Managed-Security-Service-Anbieter wenden.

Lesetipp: Mittelstand in der Cloud

Branchenspezifische Clouds

Im vergangenen Jahr stellten Multi-Clouds einen wichtigen Trend dar, 2018 dürften branchenspezifische Clouds in den Vordergrund rücken. Denn Wirtschaftszweige wie Finanz- und Gesundheitswesen, Pharma-, Energie- oder Handelsbranche stellen jeweils spezifische Anforderungen an Cloud-Lösungen. Dies gilt insbesondere für brancheneigene Richtlinien, aber auch Anwendungen. Daher suchen Unternehmen immer häufiger nach Cloud-Plattformen, die exakt auf ihre Branche zugeschnitten sind. So entwickeln Cloud-Service-Anbieter zunehmend Angebote, die spezielle Funktionen, Zertifikate und Eigenschaften für die jeweilige Branche bieten.

Cloud-Nutzung ändert sich

Nicht nur die Technologien ändern sich in der Cloud ständig, sondern auch die Nutzungsmöglichkeiten. Einige Anbieter haben bereits die ersten Managed Private Clouds angekündigt. Sie kombiniert die Performance und Sicherheit einer Private Cloud mit der Kosteneffektivität einer Public Cloud. Dabei wird sie von Experten verwaltet und als Service abgerechnet. So erhalten Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten, neue Geschäftschancen zu erschließen und Prozesse zu optimieren.

Lesetipp: Die häufigsten Multi-Cloud-Mythen

Vorteile für Partner

Was bedeuten diese Cloud-Trends für Partner? Insgesamt wird der Bedarf für Managed Services weiter steigen. Und mit dieser Entwicklung erhöhen sich auch die Aussichten für die Partner der Channel-treuen Managed Services Provider. Dabei verlassen sich diese eben nicht alleine auf die steigende Nachfrage von Unternehmen. Sie wollen sich auch 2018 durch die Integration und Erweiterung des Service-Portfolios weiter von der Masse an Anbietern abheben. Dazu sollten sie folgende Punkte umsetzen:

  • Einsatz der neuesten Technologien und Best Practices in Unternehmensmanagement, damit Kunden besser und kostengünstiger unterstützt werde können

  • Weiterentwicklung von Multi-Cloud-Services in den Bereichen Application Management und Security

  • Erweiterung der Professional- und Transformation Services, um Kunden bei der Optimierung von Design bis hin zur Auslieferung zu unterstützen

  • Weiterentwicklung desMitarbeiterengagements und der Unternehmenskultur. Dadurch können die Channel-treuen Managed Services Provider ihren Kunden ein noch besseres Erlebnis mit IT-Anwendungen und -Plattformen bieten

  • Verstärkte Investitionen in das Partner-Engagement