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Zehn Entwicklungen, die Sie kennen sollten

Das sind die Karrieretrends 2012

21.12.2011

3. Bewerbung

2011 kam das Tool Visualize.me auf den Markt, mit dem ein Lebenslauf wie eine Infografik dargestellt werden kann. Dies belegte den Trend hin zum Bunteren und Grafischeren. Einige unserer Experten sahen in diesem Jahr das erste Mal Lebensläufe, die auch in Word wie eine Infografik gestaltet waren. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. "Bewerbungen werden in 2012 informeller, frischer und frecher und vielleicht gerade deshalb qualitativ nicht besser", warnt aber Karriere- und Personalberater Raoul Wintjes. "Bewerbungen müssen die Informationen enthalten, die Entscheider brauchen." Mit Infografiken sei das nur teilweise möglich. Zum Beispiel sollten Führungskräfte darauf achten, ihren so genannten "Track Record", also Leistungen, möglichst an Zahlen und Fakten orientiert darzulegen.

4. Berufseinstieg

Rare Studienplätze durch doppelte Abiturjahrgänge und Wegfall der Wehrpflicht: "Die ehemals vorgezeichneten Schritte werden 2012 kritisch, der Einstieg ins Studium für viele Fächer erkämpft", so Karriereexperte Christoph Burger. Die neuen Abiturienten würden durch die Situation zunehmend unter Druck gesetzt und überhöhten den Handlungsdrang durch ihre Ansprüche an sich selbst weiter. Sie meinten, sie bräuchten Spitzennoten, sie dürften keine Zeit verlieren beim Karriereeinstieg, sie müssten sich gleich nach dem Schulabschluss für genau den richtigen Weg entscheiden. "Die Gelassenheit früherer Generationen fehlt heute zunehmend", so Burger. Genau diese Gelassenheit sei aber nötig, um erfolgreich in den Beruf einzusteigen. Es bliebe abzuwarten, zu welchen Entwicklungen diese Verspannung bei der Berufswahl mittelfristig führe.

5. Fachkräftemangel

Unternehmen professionalisieren ihr Recruiting, um dem Mangel zu begegnen. "Denn das Schwinden des Fachkräftepotentials hat längst begonnen", so der Karriereberater Christoph Burger aus Stuttgart. Veranstaltungen wie die "Nacht der Unternehmen", Anwerbung von spanischen Spezialisten und die zunehmende Diskussion zum Thema "Employer Branding" (Arbeitgebermarke) zeigten dies deutlich. Die Einstellung der Fachkräfte ist indessen nicht mehr auf der Höhe der Zeit. "Nach wiederholten Krisen beim Arbeitsplatz-Angebot sind sie noch nicht selbstbewusst und blinzeln in die lichte Freiheit, wie jemand, der lange im Dunkeln zubringen musste", so Burger. Sie wüssten noch nicht, wie sie den gewonnenen Spielraum im eigenen Sinn nutzen können. Die Chance, die für die Angestellten darin liegt: Sie können viel aktiver ihre Berufs- und Lebensziele festlegen und sie selbstbewusster verfolgen.

6. Gefragte Skills

2012 wird unter anderem auch nonverbale Sensibilität als Soft Skill besonders gefragt sein, gerade bei der Suche nach geeigneten Bewerbern für Führungspositionen. "Damit ist ein ganzes Bündel an Fähigkeiten gewünscht, die Körpersprache und Stimmeinsatz betreffen", so Bewerbungsberaterin Carmen Dreyer aus Rülzheim bei Karlsruhe. Zum einen sollte der Bewerber anhand dieses Wissens andere besser einschätzen können, zum anderen sollte er selbst in der Lage sein, gezielt Signale zu senden. "Die sozialen Kompetenzen stehen auf der Wunschliste für den perfekten Kandidaten im nächsten Jahr genauso im Vordergrund, wie das für die Position erforderliche Fachwissen", so Dreyer. Englisch ist für alle Ebenen inzwischen Standard, gutes Englisch keine Besonderheit mehr. "Wurde das vor zehn Jahren noch oft in Vorstellungsgesprächen thematisiert, wird es heute einfach vorausgesetzt”, berichtet Sonja Theilmeier, Business Englisch Trainerin von Enjoy English. Ein Niveau von B1 nach europäischem Referenzrahmen (GER) gilt inzwischen als unterer Durchschnitt für einen Akademiker.