LG Wing

Das Smartphone mit dem Dreh

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Mit einem ungewöhnlichen Formfaktor wartet LG bei seinem neuen Smartphone „Wing“ auf: Durch eine Drehung der Oberseite können zwei Bildschirme genutzt werden, die dann in T-Form angeordnet sind.

Irgendwie sehen die meisten Smartphone ähnlich aus - die Anwendung bestimmt die Form. Klapp- oder auseinanderziehbare Geräte sind die Ausnahmen. Nun reiht sich LG mit dem "Wing" in die Reihe der Exoten ein. Der koreanische Hersteller setzt auf ein um 90 Grad drehbares Display auf der Oberseite. Durch die Drehung wird darunter ein weiteres, fast quadratisches Display freigelegt.

Mit einem ungewöhnlichen Konzept beim neuen Smartphone „Wing“ macht LG auf sich aufmerksam: Durch eine Drehung kenn ein zusätzlicher kleiner Bildschirm genutzt werden.
Mit einem ungewöhnlichen Konzept beim neuen Smartphone „Wing“ macht LG auf sich aufmerksam: Durch eine Drehung kenn ein zusätzlicher kleiner Bildschirm genutzt werden.
Foto: LG

Der zusätzliche Screen dient zum einen als In-App-Erweiterung (A+-Konzept), sodass beispielsweise Videos über den kompletten Hauptbildschirm dargestellt werden können, während der Media-Controller im zweiten Bildschirm erscheint. Darüber haben Benutzer die Möglichkeit, Video- und Toneinstellungen zu ändern, ohne das Video anhalten oder zu einem anderen Fenster wechseln zu müssen.

Durch die Zusammenarbeit mit Streaming-Plattformen wie Rave und Ficto können Nutzer darüber hinaus Videos im Vollbildmodus sehen und gleichzeitig über den zweiten Bildschirm mit anderen Usern kommunizieren. Die Frontkamera ist dabei als Pop-up-Kamera in den oberen Gehäuserahmen eingesetzt.

Parallele Nutzung von Apps

Neben der App-Erweiterung ermöglicht das LG Wing auch die parallele Nutzung zweier unterschiedlicher Apps (A+B-Konzept). So können zum Beispiel während der Videowiedergabe oder der Nutzung einer Navigations-App auf dem zweiten Display gleichzeitig Nachrichten beantwortet oder die Musikwiedergabe gesteuert werden. Wer regelmäßig die gleichen Apps parallel benutzt, kann über einen Multi-Apps Shortcut für ein besonders schnelles Öffnen der Favoriten sorgen.

Marken-Quiz: Warum heißt LG eigentlich LG?

Neben der 32-Megapixel-Pop-Up Frontkamera bietet das Smartphone eine Hauptkamera mit einer Auflösung von 64, eine Weitwinkelkamera mit 13 sowie eine Gimbal Motion Kamera mit 12 Megapixeln. Diese soll durch ihre Bildstabilisierung für optimale flüssige Videoaufnahmen sorgen.

Das LG Wing ist mit der Snapdragon 765G (SM7250-AB) Mobile Platform von Qualcomm und dem Snapdragon X52 5G Modem-RF System ausgestattet, um den neuen Mobilfunkstandard 5G zu unterstützen. Insgesamt bringt das Gerät 260 Gramm auf die Waage.

Das Wing soll hierzulande ab November 2020 verfügbar sein. Als unverbindliche Preisempfehlung nennt LG 1.099 Euro.

Unsere Kollegen der PC-Welt haben in einem Video ihre erste Einschätzung zum LG Wing festgehalten:

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