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Interview mit Noteboksbilliger.de-Gründer Arnd von Wedemeyer

"Das Ziel der Fusion mit Medimax ist Wachstum"



Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".

"Wir prüfen, welche Kanäle für welche Marke sinnvoll sind"

channelpartner.de: Medimax hat in letzter Zeit seine Online-Aktivitäten deutlich ausgebaut. Drohen innerhalb des Joint Ventures dadurch Kannibalisierungseffekte für Notebooksbilliger.de?

Arnd von Wedemeyer: Wir müssen prüfen, welche Kanäle für welche Marke sinnvoll sind. Im Moment bin ichregelmäßig in Düsseldorf, was für mich als früheren Wülfrather ja fast ein Heimspiel ist und spreche mit den Kollegen dort. Ich mache mir ein Bild, warum wir Dinge so machen, wie wir sie machen. Und frage die Mitarbeiter, was sie anders machen würden. Und stelle fest, dass hier unglaublich guter Input kommt. Dann wird es das Ziel sein, mit beiden Führungsetagen den sinnvollen neuen Weg zu definieren. Und ihn zu gehen. Und das schnell.

channelpartner.de: Heißt das, Notebooksbilliger.de soll in dem Joint Venture der Online-Kanal bleiben und Medimax sich vor allem auf die stationäre Schiene konzentrieren?

Arnd von Wedemeyer: Das heißt, dass wir werden prüfen was Sinn macht. Eine Entscheidung dazu gibt es Stand heute noch nicht. Und nochmal: Wir müssen ja erst einmal die Freigabe der Kartellbehörde abwarten, bevor wir gemeinsame Schritte gehen können.

channelpartner.de: Wie stark stationäre Flächen bei steigenden Online-Umsätzen unter Druck kommen, lässt sich gerade bei Media-Saturn beobachten. Besteht durch das Joint Venture für Medimax nicht eine ähnliche Gefahr?

Arnd von Wedemeyer: Nein. Das werden wir verhindern. Bei Ceconomy müssen die ja Online-Umsatz zeigen, um ihren Kurs mal aus dem freien Fall zu bewegen. Und dann wird halt jede Vorreservierung zu Online Umsatz. Darüber kann man ja trefflich streiten... Wir werden uns das im Detail für jede Warengruppe genau anschauen und prüfen, wo gibt es wirklich Kundennutzen, wo haben wir auch für die Industrie einen Mehrwert zu bieten, wie kriegen wir das profitabel hin und was ist am Ende nur "grüner Tisch Gedöns".

channelpartner.de: In der Pressemitteilung zum Zusammenschluss wird von kombiniert 120 stationären Standorten gesprochen. Aktuell hat Notebooksbilliger.de fünf Geschäfte und Medimax 130 Märkte. Sind Standortschließungen geplant?

Arnd von Wedemeyer: Dazu kann ich derzeit keine Angaben machen. Wir werden nach Freigabe der Kartellbehörden jeden Standort prüfen, werden viele Gespräche dazu noch führen. Und natürlich müssen wir profitabel arbeiten. Und auch schauen, wo wohnen unsere Kunden heute. Von wo nach wo geht die Reise... Ein guter Standort vor zehn Jahren muss heute leider kein guter Standort mehr sein. Fakt ist nur, wir müssen dort sein, wo unsere Kunden sind. Und ich sehe noch genug weiße Fläche auf der Medimax-Karte. Und unser Ziel ist Wachstum!

channelpartner.de: Inwiefern spielen Logistiküberlegungen bei dem Joint Venture eine Rolle? Durch die Medimax-Filialen entsteht ja ein potenzielles bundesweites Lagernetz auch für Notebooksbilliger.de...

Arnd von Wedemeyer: Absolut. Das ist ein großer Punkt, der für uns hohe Relevanz hat!

Arnd von Wedemeyer gründete Notebooksbilliger.de im Jahr 1989
Arnd von Wedemeyer gründete Notebooksbilliger.de im Jahr 1989

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