Systemhäuser sind gefordert

Daten sichern mit „Novastor DataCenter“

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, KI, Security und IoT. Außerdem treibt er das Event-Geschäft bei IDG voran. Er hat Physik an der Technischen Universität München studiert und am Max-Planck-Institut für Biochemie promoviert. Im Internet ist er bereits seit 1989 unterwegs.
Bereits seit über 15 Jahren versorgt der Hamburger Softwarehersteller Novastor Kunden aus dem (gehobenen) Mittelstand mit Datensicherungslösungen. Die neueste Version von „NovaStor DataCenter“ kommt Ende Oktober 2020 heraus.
NovaStor-Chef Stefan Utzinger: ""Wir sehen uns als Knowhow-Träger und Unterstützer der Systemhäuser."
NovaStor-Chef Stefan Utzinger: ""Wir sehen uns als Knowhow-Träger und Unterstützer der Systemhäuser."
Foto: Novastor (Software) AG

Die Anforderungen an rechtssichere Datenhaltung steigen von Jahr zu Jahr, und da ist die europäische Datenschutz-Grundverordnung nur ein Beispiel von vielen. Viele - vor allem mittelständische - Kunden wollen sich bei der Sicherung ihrer Daten nicht (nur) auf die US-amerikanischen Cloud-Anbieter Amazon, Microsoft und Google verlassen, sie bevorzugen eine europäische Alternative.

Einer der am Markt anerkannten deutschen Anbietern von Backup- und Restore-Systeme ist die Firma Novastor aus Hamburg. Deren Datensicherungslösung "NovaStor DataCenter" eignet sich zum Schutz heterogener IT-Infrastrukturen mit physischen und virtuellen Servern unter derselben Benutzeroberfläche. Die zentrale Verwaltung umfasst die Datensicherung an verteilten Standorten und das Medien-Management für die Datensicherungsmedien Cloud, Disk und Tape. Die Backup- und (gegebenenfalls nötig werdenden) Restore-Vorgänge erfolgen weitgehend automatisch, auch die gewünschten Audit-Reports werde "auf Knopfdruck" erzeugt. Laut Hersteller eignet "NovaStor DataCenter" auch für kleinere Kunden, die nur mit einer Handvoll an virtuellen Instanzen (Hyper-V oder VMware) arbeiten.

Distribution muss draußen bleiben

Beim Vertrieb von "NovaStor DataCenter" arbeitet der Hersteller ausschließlich mit qualifizierten Systemhäusern und verzichtet dabei auf deren Vermittlung durch die Distribution. Dadurch pflegt der Hamburger Softwarehersteller sehr enge Beziehungen zu seinen Vertriebspartnern. So unterstützt NovaStor die Reseller auch schon in der Pre-Sales-Phase, etwa mit technischer Expertise. Fachkundigen deutschsprachigen Support gibt natürlich auch bei der Implementierung und beim fortlaufenden Betrieb von "NovaStor DataCenter"; Backup Health Checks sorgen dafür, dass beim Kunden alles im grünen Bereich bleibt. Eine neue Version der eigenen ausschließlich in Hamburg entwickelten Datensicherungslösung möchte der Hersteller voraussichtlich Ende Oktober 2020 freigeben.

Im Gespräch mit ChannelPartner verweist NovaStor-Chef Stefan Utzinger auf den Trend zum "vertrauenswürdigen Anbieter" im Bereich Datensicherung. Das gelte sowohl für die Systemhäuser als auch für die Technologie-Lieferanten. "Auch wir haben uns in den vergangenen Jahren gewandelt - vom klassischen Softwarehersteller mit der technischen Expertise hin zum Lösungsanbieter, der die ganze Kette der Datensicherung abdeckt: vom Backup-Konzept über die Implementierung, Prüfung, Zertifizierung und Schulung der Mitarbeiter bis hin zur jährlichen Überprüfung der korrekten Funktionsweise der Datensicherungslösung, dem so genannten Backup Health Check", so der NovaStor-CEO.

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"Wir sehen uns als Knowhow-Träger und Unterstützer der Systemhäuser. Wir entwickeln Backup-Konzepte und wollen, dass Systemhäuser die damit zusammenhängenden Dienstleistungen selbst bei ihren Kunden erbringen", so umschreibt Utzinger seinen Umgang mit dem Channel. Im Idealfall würde also Novastor nur als reiner Technologie-Lieferant dem Kunden gegenüber auftreten, sein unmittelbarer Ansprechpartner in Sachen Services wäre ausschließlich das Systemhaus. Novastor würde nur die Kosten für die Softwarelizenzen, die Softwarewartung und die Schulungen - letztere zum Selbstkostenpreis - in Rechnung stellen.

Spezialisierung auf Branchen oder Lösungsbereiche

Im weiteren Verlauf des Gesprächs mit ChannelPartner empfiehlt Utzinger den Systemhäusern sich zu spezialisieren und vom reinen "Break-&-Fix"-Geschäft wegzukommen. Für ihn ist das regionale Systemhaus, das im Prinzip die gesamte Breite an Services abdeckt, ein Auslaufmodell. "Branchenspezialisten oder technologische Experten auf einem Gebiet sind heute gefragt", glaubt der Novastor-Chef. Seiner Meinung nach werde es künftig Systemhäuser geben, die sich um die IT-Infrastruktur kümmern, oder aber jene, die sich ausschließlich der Datensicherheit und der Datensicherung widmen.

Hier empfiehlt Utzinger das "Managed Services"-Prinzip, das heißt, das Systemhaus bekommt vom Kunden eine feste Gebühr pro User und Monat, dafür deckt er sämtliche mit der IT-Infrastruktur oder mit der Datensicherheit und der Datensicherung verknüpften Services ab. "So etwas sollte der Kunde nicht selbst betreiben, das kann man gut auslagern."

Systemhäuser, die diese Aufgaben übernommen haben, müssen dann aber dem Thema Datensicherung ihre volle Aufmerksamkeit widmen. Denn auf sie kommen ständig neue technologische Neuerungen und gesetzliche Herausforderungen zu, da sollten sie schon Datensicherungsexperten sein, um Wünsche nach Audit-Reports oder Datensicherungsprüfungen zu erfüllen. Sollten bei diesen Aufgaben die Datensicherungsspezialisten unter den Systemhäusern an ihre Grenzen stoßen, kann NovaStor einspringen, wie der CEO ChannelPartner gegenüber versichert.

"Da tauchen beispielsweise bei Ausschreibungen manchmal ziemlich komplexe technische und rechtliche Fragen auf, die nur wir beantworten können, oder wir unterstützen auf Wunsch IT-Dienstleister bei größeren Testinstallationen", so Utzinger weiter. Dieses Angebot von Novastor gilt auch für die jährlichen Restore-Prüfung bei Kunden.

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