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Europa-Region

Dell steigt aus dem Druckergeschäft aus

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Laut Informationen aus Fachhandel und Distribution will Dell in Europa bis zum Jahresende aus dem Drucker-Geschäft aussteigen. Bisher gab es aber noch kein offizielles Statement des Herstellers.

Glaubt man den Aussagen aus Fachhandel und Distribution, soll es in Europa bald keine Drucker unter Dell-Label mehr geben. Die Dell-Druckerhändler werden wohl heute über den bevorstehenden Ausstieg informiert.

Laut Informationen aus Handel und Distribution soll es in Europa bald keine Dell-Drucker mehr geben.
Laut Informationen aus Handel und Distribution soll es in Europa bald keine Dell-Drucker mehr geben.
Foto: Dell GmbH

Auf dem gesättigten europäischen Druckermarkt tat sich Dell schwer. Maßgabe war, Dell unter den Topmarken zu etablieren. Dazu hatte der ehemalige Direktvermarkter zusätzliches Personal eingestellt und den Vertrieb über die Distribution ausgebaut. Erst letztes Jahr hatte Ingram Micro die Printer ins Lieferprogramm aufgenommen. Zudem zählten Systeam, Siewert & Kau, Despec und UFP zu den Dell-Drucker- und Supplies-Distributoren.

Supplies-Versorgung läuft weiter

Nun soll aber das europäische Druckergeschäft einer wirtschaftlichen Überprüfung nicht mehr standgehalten haben, heißt es aus dem Channel. Erst kürzlich hat Dell sein Drucker-Portfolio um fünf neue Multifunktionsgeräte in der Zielgruppe der kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) ergänzt.

Die Versorgung mit Verbrauchsmaterial soll aber weiterhin gewährleistet sein, so lange noch eine nennenswerte installierte Basis an Geräten vorhanden ist. Branchenkenner erwarten aber nun, dass andere Druckerhersteller die Lücke, die Dell hinterlässt, ausnutzen wollen. Mit dem Argument der Zukunftssicherheit werden sie wohl versuchen, die Kunden möglichst schnell zur Ablösung der Geräte zu bewegen.

Update: Mittlerweile hat Dell den Ausstieg gegenüber ChannelPartner bestätigt. Hier lesen Sie, wie Dell den Abschied aus dem Printer-Business begründet.

 

Dirk Schiller

Leider ist es eher die Top-Region, welche aufgrund geringerer Nutzerzahlen vernachlaessigt wurde, wohingegen die vielverkauften Preis-Leistungsschlager oft noch eine zweite Chance bekommen haben. Also hat man als "Spielzeug"-kaeufer bessere Chancen. Weder die Mobildrucker von HP sind mit neueren Treibern gesegnet worden noch aeltere Scanner. Da man dort auch unbedingt seine eigene Suppe kochen musste, funktionieren generische Scannertreiber leider bei den ehemals besseren Geraeten eben nicht. Schau mal zum Spass in deinen Druckertreiber, wer den zertifiziert hat. Vermutlich Microsoft und nicht HP.

Heiko Hüller

also ich nutze einen fast 10 Jahre alten HP Laserjet (4350dtn), welcher hervorragend unter Windows 10 funktioniert. Wenn man natürlich "Spielzeug" kauft ... steht man schnell im Regen, egal welcher Hersteller.

Dirk Schiller

HP? Ja, vielleicht aber ich bin ein wenig verstimmt, da man sich bei vielen aelteren Geraeten entschieden hat, dass die Kosten fuer eine Treiberzertifizierung fuer Windows 10 gespart und gleichzeitig Kunden zum Neukauf gezwungen werden koennen.
Jetzt habe ich hier tolle Hardware welche perfekt funktioniert und fuer die es nicht einmal gleichwertigen Ersatz im Konsumentenbereich gibt aber ab Win10 nur noch Elektronikschrott ist.
Sollte ich umsteigen und mir zwangsweise neue Hardware zulegen muessen, dann wird es wohl eher nicht HP werden.

Wadenbeisser

Das war zu erwarten. Hier hat es aber Dell selber versaut, weiter nach oben zu kommen. Zum einen war der Service im Druckerbereich einfach grottenschlecht, zum anderen isst der Unterhalt von Dell-Laserdruckern einfach nicht bezahlbar. Wenn man sich dagegen HP-Tintenstrahler ansieht, spart man sich schon einiges. Strom, Suppliement, Manpower....Also, auf zu neuen Herstellern.

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