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Digitalisierung im Mittelstand

Deutsche Firmen suchen verstärkt externe Hilfe

Peter Marwan lotet kontinuierlich aus, welche Chancen neue Technologien in den Bereichen IT-Security, Cloud, Netzwerk und Rechenzentren dem ITK-Channel bieten. Themen rund um Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen bei der Nutzung der neuen Angebote durch Reseller oder Kunden greift er ebenfalls gerne auf. Da durch die Entwicklung der vergangenen Jahre lukrative Nischen für europäische Anbieter entstanden sind, die im IT-Channel noch wenig bekannt sind, gilt ihnen ein besonderes Augenmerk.
Einer Umfrage des Bitkom zufolge haben 28 Prozent der Firmen für ihre Digitalisierungsprojekte bereits die Unterstützung durch Berater und Dienstleister in Anspruch genommen. 15 Prozent planen, das in naher Zukunft zu tun.

Deutsche Unternehmen greifen für ihre Digitalisierungsprojekte verstärkt auf die Unterstützung durch Berater und Dienstleister zurück. Ergebnissen einer aktuellen Umfrage des Bitkom zufolge haben 28 Prozent der Firmen an bereits externe Beratungsleistungen in Anspruch genommen, um die digitale Transformation ihres Geschäfts anzugehen. 15 Prozent planen, das in naher Zukunft zu tun.

In einer vergleichbaren Umfrage im Vorjahr hatten noch 21 Prozent der befragten Unternehmen angegeben, bereits externe Unterstützung geholt zu haben. Damals hatten sieben Prozent erklärt, dies zu planen. Aktuell sehen jedoch nach wie vor 56 Prozent der Unternehmen keinen Bedarf für externe Hilfe bei der Digitalisierung. An der repräsentativen Umfrage des Bitkom hatten 505 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern teilgenommen.

Der Anteil der Firmen, die sich bei der Digitalisierung von externen Experten helfen lassen wollen nimmt zu, ist aber vor allem im unteren Mittelstand immer noch gering.
Der Anteil der Firmen, die sich bei der Digitalisierung von externen Experten helfen lassen wollen nimmt zu, ist aber vor allem im unteren Mittelstand immer noch gering.
Foto: Bitkom

"Gerade wenn es nicht nur um dieDigitalisierung von Geschäftsprozessen, sondern um die Entwicklung völlig neuer digitaler Geschäftsmodelle geht, kann Expertise von außen sehr hilfreich sein", erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg. Er plädiert zudem dafür, Digitalisierung in den Unternehmen zur Chefsache zu machen.

Der Bitkom-Umfrage glauben vor allem kleine Unternehmen, die Digitalisierung alleine in Angriff nehmen und umsetzen zu können. Bei Firmen mit 20 bis 49 Mitarbeitern haben bislang lediglich 18 Prozent Beratung in Anspruch genommen. 68 Prozent dieser Firmen planen zudem nicht, dass in Zukunft zu tun.

In einer weiteren Bitkom-Umfrage gaben 2017 über die Hälfte der mittelständischen Unternehmen an, die digitale Transformation sei eine ihrer zentralen Herauisforderungen.
In einer weiteren Bitkom-Umfrage gaben 2017 über die Hälfte der mittelständischen Unternehmen an, die digitale Transformation sei eine ihrer zentralen Herauisforderungen.
Foto: Bitkom

Bei Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitern gehen 51 Prozent davon aus, bei der Digitalisierung ohne fremde Hilfe erfolgreich sein zu können. Von den Organisationen mit 500 oder mehr Mitarbeitern sind dagegen nur 29 Prozent dieser Ansicht. Aus dieser Gruppe haben 51 Prozent bei ihren Digitalisierungsvorhaben bereits auf die Unterstützung eines Beraters oder Dienstleisters zurückgegriffen.

Lesetipp: Digitalisierung - Von der digitalen Vision zur Umsetzung

Für kleine und mittelständische Unternehmen bietet Bitkom eine kurze Präsentation an, die Anregungen für die Entwicklung einer Digitalstrategie bietet. Sie trägt den Titel "In 10 Schritten digital" undsteht kostenlos zum Download bereit.

Erst kürzlich hatte Bitkom Research im Auftrag des Beratungsunternehmens Tata Consultancy Services (TCS) in einer repräsentativen Studie über 900 Unternehmenausführlich zur Digitalisierung befragt. Auch da zeigte sich, dass das Thema, anders als von Bitkom-Präsident Berg empfohlen, erst selten Chefsache ist. So ging 2017 die Initiative für Digitalisierungsprojekte nur in 42 Prozent der Fälle von den Chefetage aus. Bei 86 Prozent der Projekte war die IT-Abteilung für Ideen und Umsetzung verantwortlich. In einem Viertel der befragten Unternehmen kommt auch aus einzelnen Fachabteilungen der Anstoß zu Digitalisierungsprojekten.

Ein funktionierendes digitales Eco-System gilt als wichtigste Voraussetzung für das Umsetzen digitaler Geschäftsmodelle.
Ein funktionierendes digitales Eco-System gilt als wichtigste Voraussetzung für das Umsetzen digitaler Geschäftsmodelle.
Foto: Detecon

Das Beratungsunternehmen Detecon sieht in Hinblick auf die Digitalisierung in deutschen Unternehmen allerdings auch eine große Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. In seiner Umfrage "Erfolgsfaktoren von digitalen Geschäftsmodellen" sollten sich Firmen selbst einschätzen. Dabei stuften sich nur fünf Prozent als "weitgehend digitalisiert" und ein Prozent als "komplett digitalisiert" ein. Es bleibt also noch viel zu tun.

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