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Umsatzzahlen zum ersten Halbjahr 2017

Deutscher Online-Handel wächst um 11,1 Prozent

Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Der Branchenverband bevh hat seine Umsatzzahlen für das erste Halbjahr 2017 veröffentlicht. Demzufolge befindet sich der Online-Handel weiter im Wachstum und konnte in den ersten sechs Monates des Jahres um 11,1 Prozent zulegen.
Zu den steigenden Umsätzen im Online-Handel tragen immer mehr auch ursprünglich stationäre Händler bei.
Zu den steigenden Umsätzen im Online-Handel tragen immer mehr auch ursprünglich stationäre Händler bei.
Foto: William Potter - shutterstock.com

Die aktuellen Zahlen für das zweite Quartal 2017 der großen Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) bestätigen weiterhin einen enormen Wachstumskurs im Interaktiven Handel. Als starker Wachstumstreiber des Handels legt der Online-Handel demzufolge für das erste Halbjahr 2017 insgesamt mit einem Plus um 11,1 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 zu.

Zwischen April und Juni 2017 brachten die Verbraucher dem Online-Handel 2017 13,9 Milliarden Euro Brutto-Umsatz nach 12,4 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Im gesamten interaktiven Handel - der bevh versteht darunter das Gesamtbild aus Online- und klassischem Versandhandel - kauften im zweiten Quartal 2017 die deutschen Verbraucher Waren für 15,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 13,3 Milliarden Euro). Demnach hat der Online-Handel einen Anteil von 93 Prozent am Gesamtumsatz des Interaktiven Handels. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets, Downloads, Hotelbuchungen etc. verzeichnen einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,6 Milliarden Euro) und damit ein Umsatzplus von 13,7 Prozent.

Die Warengruppe Computer, Zubehör und Spiele verzeichnete laut bevh im zweiten Quartal 2017 Umsätze von knapp 1,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 919 Millionen Euro) und stieg auf 29,7 Prozent. Der Bereich Elektronikartikel und Telekommunikation wuchs online um auf 16,7 Prozent und verzeichnete einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro nach 2,2 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Die Online-Umsätze bei Büchern und E-Books gingen um 7,2 Prozent zurück und lagen bei 826 Millionen Euro (Vorjahr: 890 Millionen Euro).

Stationäre holen im Online-Geschäft auf

Mit einem weiteren Wachstum von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Umsatz von 6,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 6,4 Milliarden Euro) besetzten die Online-Marktplätze fast wieder die Hälfte der Gesamtumsätze. Im zweiten Quartal zogen allerdings die Multichannel-Versender mit großen Schritten nach. Diese Kategorie wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 Prozent und erreichte einen Umsatz von 5,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,6 Milliarden Euro). Darunter verzeichneten die Versender mit Herkunft aus dem stationären Geschäft ein über propotionales Plus von 27,5 Prozent. Die Umsätze lagen bei 2,3 Milliarden Euro.

Die gesamte vom bevh abgedeckte Branche setzte im Jahr 2016 im Privatkundengeschäft allein mit Waren rund 52,7 Milliarden Euro um. Der Online-Handel mit Waren hat daran aktuell einen Anteil von über 90 Prozent. Mit den guten Geschäftsergebnissen des Jahres 2016 und 1 Halbjahr 2017 im Rücken, erwartet der bevh in diesem Jahr für den interaktiven Handel insgesamt ein Wachstum von 8 Prozent auf ca. 61,7 Milliarden Euro. Für den E-Commerce-Bereich rechnet der bevh erneut mit einem klar zweistelligen Zuwachs um 11 Prozent auf rund 58,5 Milliarden Euro. (mh)