Die aktuellen Renner und Penner

09.06.1996
MÜNCHEN: Im Auftrag von ComputerPartner befragte das Kasseler Marktforschungsunternehmen TechConsult im August wieder 150 repräsentativ ausgewählte IT-Händler und handeltreibende Dienstleister, welche Produkte sich derzeit am besten vermarkten lassen und mit welchen sie die höchsten Margen erzielen. Heute im Visier: Grafikkarten, Grafik-/Präsentationsprogramme und Multimedia-PCs. Die Bestseller in diesen Marktsegmenten: Spea, Corel und bei den Multimedia-PCs erstaunlicherweise modular aufgebaute Systeme, die der Fachhändler selber assembliert.

MÜNCHEN: Im Auftrag von ComputerPartner befragte das Kasseler Marktforschungsunternehmen TechConsult im August wieder 150 repräsentativ ausgewählte IT-Händler und handeltreibende Dienstleister, welche Produkte sich derzeit am besten vermarkten lassen und mit welchen sie die höchsten Margen erzielen. Heute im Visier: Grafikkarten, Grafik-/Präsentationsprogramme und Multimedia-PCs. Die Bestseller in diesen Marktsegmenten: Spea, Corel und bei den Multimedia-PCs erstaunlicherweise modular aufgebaute Systeme, die der Fachhändler selber assembliert.

Grafikkarten

Die Spea V7 Mirage P64 Video mit 2 MB DRAM kann ihre Spitzenreiterposition der letztjährigen Untersuchung verteidigen. Hier spielt sicher das gute Preis-Leistungsverhältnis eine wesentliche Rolle. Dementsprechend kann Speas Kandidat in den Gewinnmargen-Rankings lediglich den vierten Platz belegen.

An zweiter und dritter Stelle der Verkaufshits rangieren Elsas Winner 1000 Trio und Winner 2000 Trio, tauschen allerdings in puncto Gewinnmargen die Ränge, was letztlich auf den hohen Preis der leistungsfähigeren Winner 2000 zurückzuführen ist. Miro verliert gegenüber dem Vorjahresergebnis einen Platz und rangiert mit seiner Video 22SD auf Rang 4 der Verkaufsschlager. In den Gewinnmargen-Rankings muß Miro sogar die Schlußlichtposition hinnehmen. Im vergangenen Jahr noch unerschwinglich für die breite Masse der PC-Anwender, gelingt Matrox nun der Sprung in die Top 5 der Verkaufsrangliste. Insgesamt überzeugt die MGA Millenium mit 2 MB DRAM durch ihr Flash-Bios und hohe Bildwiederholfrequenz und erweist sich darüber hinaus angesichts einer beachtlichen Gewinnspanne als Händlerfavorit.

Allgemein weist der Trend weiterhin auf leistungsstarke Grafikkarten.

Grafik-/Präsentationsprogramme

Derzeit kann kein Programm dem Grafik-Allrounder Corel Draw Paroli bieten, wenn auch im vergangenen Jahr viele Hoffnungen auf Micrografx ABC Graphics Suite ruhten. Das Flaggschiff des kanadischen Softwarehauses Corel belegt mit drei Versionen die ersten drei Plätze der Verkaufshits und erweist sich somit als absoluter Branchenprimus. Angeführt von der neuesten Version Corel Draw 6.0 für Windows, liegen die Versionen 5.0 und 4.0 noch vor dem Microsoft-Kandidaten Powerpoint. Allerdings gelten die Corel-Versionen 5.0 und 4.0 keineswegs als händlerfreundlich in Anbetracht niedriger Gewinnmargen; lediglich Corel Draw 6.0 stellt derzeit den Handel zufrieden.

Softwaregigant Microsoft muß sich ausnahmsweise mit einer schwierigen Aufholjagd befassen.

Powerpoint 4.0 liegt noch vor der neuen Windows-Version 7.0 auf dem vierten Rang, belegt jedoch hinsichtlich schwindender Spannen bei Corel den dritten Rang der Gewinnmargenhits. Powerpoint 7.0 erweist sich angesichts einer guten Zweitplazierung in der Gewinnmargenrangfolge als ausgesprochen händlerfreundlich.

Multimedia-PCs

Die Verkaufscharts reflektieren keineswegs einen Trend zu teueren All-in-one-Geräten. Vielmehr führen die Rechner nach dem Baukastenprinzip die Verkaufshits an. Benötigen doch multifunktionale Systeme genügend Leistungsreserven, um mehrere Applikationen gleichzeitig nutzen zu können - da erscheint die Spitzenreiterposition der Eigenzusammenstellung mit Pentium 133 durchaus plausibel. Gleichzeitig überzeugen solche Rechner in Zeiten schwindender Gewinnspannen durch eine hervorragende Erstplazierung in den Gewinnmargen-Rankings.

Dagegen muß sich der kleinere Prozessor des zusammengestellten Multimedia-PCs mit dem dritten Rang in Sachen Gewinnmargen zufrieden geben, wenngleich er in den Verkaufshits sogar den zweiten Rang für sich beanspruchen konnte. Maxdata kann mit seiner Artist-Serie durchaus überzeugen und plazierte sich im hart umworbenen Kampf um Marktanteile als erstes Markengerät in den Verkaufshits. In puncto Gewinnmargen muß Maxdata nur knapp dem Pentium 133 im Eigenbau weichen und erweist sich somit als ausgesprochen händlerfreundlich. Compaq rangiert sowohl in der Verkaufs- als auch in der Gewinnmargen-Rangliste auf dem vierten Platz. Acer meldet im Bereich der Multimedia-Rechner ein kleines Erfolgserlebnis, konnte sich das Unternehmen im November vergangenen Jahres doch gar nicht plazieren. Allerdings verschreckt die im Verkauf erfolgreiche Magic-Serie die Händlerschaft mit den schlechtesten Gewinnmargen der Untersuchung.

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