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AV-Test

Die besten Antiviren-Lösungen für MacOS

Andreas Th. Fischer ist freier Journalist in München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Mac-Nutzer benötigen keinen Virenschutz? Weit gefehlt, die Zahl neuer Schädlinge hat sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht. Aber welche Virenscanner sind zu empfehlen? AV-Test hat die Probe aufs Exempel gemacht.

Gegenüber Windows gilt Mac OS als deutlich sicherer und weit weniger anfällig gegenüber Computerviren. So wurden etwa nach Angaben des renommierten Magdeburger AV-Test Instituts im Jahr 2015 nur 819 unterschiedliche Schädlinge für MacOS entdeckt. Im Jahr darauf waren es aber immerhin schon 3033. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Schädlinge also fast vervierfacht.

Auch MacOS-Nutzer müssen mittlerweile mit einem Befall durch einen Computervirus rechnen.
Auch MacOS-Nutzer müssen mittlerweile mit einem Befall durch einen Computervirus rechnen.
Foto: Georgejmclittle - shutterstock.com

In Anbetracht der von AV-Test angegebenen Gesamtzahl an Schadprogrammen für alle Betriebssysteme von mehr als 640 Millionen ist der Anteil von MacOS daran allerdings noch verschwindend gering. "Die massenhafte Steigerung von Malware-Samples für MacOS bedeutet, dass dieser Markt für Kriminelle zunehmend interessanter wird", schreibt das Institut in seinem aktuellen "Sicherheitsreport 2016/2017". Die ruhigen Zeiten für Mac-Nutzer seien "spätestens jetzt vorbei".

Erinnerung an "Flashback"

Epidemien wie der Flashback-Trojaner vor wenigen Jahren haben jedoch auch bei einigen sich bislang sicher fühlenden MacOS-Anwendern zu Verunsicherung geführt. Damals wurden mehr als eine halbe Million MacOS-Rechner mit der Schad-Software infiziert. Bereits 2012 warnte deswegen schon Markus Hennig, Technikchef bei Sophos, fast wortgleich mit AV-Test: "Die Zeit, in der Macs als besonders sicher galten, ist lange vorbei."

Trojaner wie Flashback sind auch heute noch die größte Malware-Gruppe, wenn es um Schädlinge bei MacOS geht. Im vergangenen Jahr gehörten laut AV-Test mehr als 86 Prozent zu dieser Gattung. Wenn es um die unter Windows grassierende Ransomware geht, können MacOS-Nutzer jedoch aufatmen. Hier soll der Anteil nur 0,07 Prozent betragen. Das kann sich jedoch schnell ändern. Laut AV-Test befinden sich viele Kriminelle derzeit in einer "Erprobungsphase", in der sie "prüfen, welcher Schadcode die wirtschaftlich relevantesten Ergebnisse liefert".

Zunehmende Bedeutung

Sowohl das Interesse der Nutzer als auch der Antiviren-Hersteller an Security-Suiten für MacOS ist infolge dieses Trends in den vergangenen Jahren gestiegen. Mittlerweile gibt es einige Produkte, die auch unter der Plattform aus Cupertino den Anwendern mehr Sicherheit versprechen. AV-Test hat zehn Schutzpakete für MacOS Sierra getestet und die Ergebnisse vor kurzem veröffentlicht. Im Fokus der Tests standen dabei die "Schutzwirkung gegen reine MacOS-Schädlinge und die durch den Einsatz resultierende Systemlast". Auf den Prüfstand kamen Produkte von Bitdefender, Canimaan, Eset, Intego, Kaspersky Lab, MacKeeper, ProtectWorks, Sophos, Symantec und Trend Micro.

Inhalt dieses Artikels

 

Bernd Hagemann

1. Ja, klar, schon wieder eine Werbekampagne der Virensoftwarehersteller. Wie langweilig! Es gibt insgesamt rund 3000 Schadprogramme für den Mac? Ich vermute einmal, dass entspricht in etwa dem, was für Windows-PCs jeden Tag neu "auf den Markt" kommt. Und die Zahl 640 Millionen soll wohl doch eher Windows-Nutzern Angst machen, denn die Anzahl der für einen Mac WIRKLICH gefährlichen Schadprogramme bewegt sich da nicht einmal im Promille-Bereich. Also was soll der ganze Aufriss?

2. Wurde bei dem von den Hersteller sicher gut finanzierten "Untersuchung" auch ermittelt, wie viele der vorhandenen Schadsoftware schon von Sierra selbst herausgefiltert und eliminiert wurden? Nein? Wundert mich nicht. Denn genau das macht das Apple-Betriebssystem ziemlich gut. Außerdem: Jede externe Virensoftware greift tief ins System ein. Das mag ja bei Windows wegen der unterschiedlichen Struktur der Betriebsysteme (im Vergleich zum Mac) auch notwendig sein, bei einem Mac ist das jedoch vollkommen überflüssig.

3. Macs haben noch einen weiteren Vorteil: Wenn sie denn wirklich einmal infiziert wurden, dann hilft ihnen Time Machine das Ganze wieder schnell zu beheben. Einfach eine Datensicherung von Gestern, letzter Woche oder wann auch immer auf den "infizierten" Max aufspielen, schon ist der ganze Zirkus wieder vorbei. So einfach ist das bei einem Mac! (Übrigens: Time Machine ist Bestandteil des Mac-Betrienssystems und kann kostenlos von jedem Nutzer eingesetzt werden. Wer es noch nicht kennt: Ein wunderbares tool und ein weiterer guter Grund, auf Mac umzusteigen.) Und wenn dann Dateien fehlen sollten, können die sogar einzeln wieder in die Aktualisierung einbezogen werden. Also wozu sollte ein Mac-User sich die Kosten einer Virenschutzsoftware ans Bein binden und dann auch noch Einbußen bei der Performance hinnehmen? Nur weil Windows-PCs anfällig sind? Genau das ist doch ein wichtiger Grund, weshalb Menschen auf Apple-Rechner setzen.

Fazit: Der gesamte Artikel ist genauso wie diese vermeintliche Studie nur peinlich!

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