NAS, WLAN-Access-Point oder Mediacenter

Die besten Einsatzmöglichkeiten für den Raspberry Pi

Bernhard Haluschak war bis Anfang 2019 Redakteur bei der IDG Business Media GmbH. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Egal ob Steuerung für Funksteckdosen, minimalistisches NAS oder Überwachung des Datenverkehrs im Netzwerk, die Einsatzmöglichkeiten für den Einplatinenrechner Raspberry Pi sind nahezu unbegrenzt. Wir haben die nützlichsten Lösungen gesammelt.

Der Raspberry Pi ist ein kleiner Universalcomputer mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und einem Anschaffungspreis von weniger als 35 Euro. Mittlerweile gibt es diesen in drei unterschiedlichen Varianten: Modell A, B und B+. Das Modell A besitzt im Vergleich zum Modell B keinen Ethernet-Port und arbeitet statt mit 512 MByte-Hauptspeicher lediglich mit 256 MByte RAM. Darüber hinaus besitzt die A-Variante nur einen statt zwei USB-Ports. Wer also ein kleines netzwerkfähiges und erweiterbares System sucht, der ist mit dem Raspberry PI Modell-B gut bedient. Wer aber nur eine Controller-Platine benötigt, sollte zum Raspberry-PI A-Modell greifen.

Doch die Entwickler des Raspberry-Projekts waren nicht untätig und so ist seit geraumer Zeit der Raspberry Pi B+ auf dem Markt. Zwar arbeitet dieser Rechner immer noch mit dem gleichen ARM-basierten Prozessor und der Speichermenge wie sein Vorgänger, doch soll dieser bis zu ein Watt weniger elektrischer Leistung aufnehmen. Doch zu den wesentlichen Neuerungen gehören zwei zusätzliche USB-2.0-Schnittstellen, ein Micro-SD-Kartenslot und eine von 26 auf 40 Pins erweiterte GPIO-Header-Anschlussleiste sowie einige Optimierungen am Sound und Formfaktor.

Die Attribute wie kompakter Formfaktor, vielfältige Anschlussmöglichkeiten sowie geringer Stromverbrauch und ein moderater Anschaffungspreis machen den Raspberry Pi zum idealen Entwicklungssystem für eine Fülle von Anwendungsmöglichkeiten. Wir stellen Ihnen die spannendsten in der folgenden Bildergalerie vor:

Seit der Vorstellung des Raspberry PI Anfang 2012 ist der Minirechner zu einer universellen und weit verbreiteten Entwickler- und Lernplattform für Alt und Jung mutiert. Es gibt kaum Anwendungsmöglichkeiten, die sich nicht mit dem Kleincomputer realisieren lassen und es kommen täglich neue dazu. Neben vielen nützlichen Einsatzmöglichkeiten stellt die Raspberry-Pi-Community auch viele ungewöhnliche Projekte vor. Darüber hinaus hat sich rund um das Open-Source-Projekt eine vielfältige Hard-und Software-Infrastruktur mit zahlreichen Bausätzen und Zusatzkomponenten entwickelt. (hal)