Forrester-Tipps zu Green-IT

Die besten Strategien für Green IT

Jan-Bernd Meyer betreute als leitender Redakteur Sonderpublikationen und -projekte der COMPUTERWOCHE. Auch für die im Auftrag der Deutschen Messe AG publizierten "CeBIT News" war Meyer zuständig. Inhaltlich betreute er darüber hinaus Hardware- und Green-IT- bzw. Nachhaltigkeitsthemen sowie alles was mit politischen Hintergründen in der ITK-Szene zu tun hat.

Thin Provisioning

Thin Provisioning setzt grundsätzlich ein Speicher-Virtualisierungskonzept voraus. Speichersysteme operieren dabei mit virtuellen Festplatten. Bei diesem Verfahren wird Servern auf den Plattensystemen mehr Speicherraum zur Verfügung gestellt, als tatsächlich vorhanden ist. Fordert ein Server respektive eine Anwendung temporär mehr Kapazität an, wird diese im vorhandenen Speicherpool zur Verfügung gestellt.

Washburn sagt, Thin Provisioning wie auch Data-De-Duplizierung seien Methoden, mit denen relativ einfach und wenig kostenintensiv - wenn nicht sogar unentgeltlich - Kostensenkungen verwirklicht und dabei gleichzeitig umweltschonendere Optionen genutzt werden können. Der Forrester-Analyst geht deshalb auch davon aus, dass sich diese Techniken in den nächsten fünf Jahren als selbstverständlich durchsetzen werden.

Recycling

Last, but not least, betont Washburn die Bedeutung von Entsorgungs- und Recycling-Konzepten für eine Green-IT-Strategie. Elektroschrott zeichne mittlerweile nach einer Untersuchung des US-amerikanischen The Natural Resources Defense Council weltweit am meisten zum Anwachsen von Sondermülldeponien bei. Da IT-Gerätschaft häufig immer noch mit toxischen Stoffen wie Kadmium, Blei oder Quecksilber belastet ist, kommt dem Thema Entsorgung große Bedeutung bei.

Allerdings konzediert Washburn, dass eine ordnungsgemäße und umweltverträgliche Entsorgung solcher Geräte nicht ganz einfach ist. Hier werde sich in Zukunft zunehmend ein Markt für Anbieter von Entsorgungskonzepten ausbilden. Schon jetzt sei dieser Markt durchaus reif. Hardware-Anbieter wie beispielsweise HP, IBM, Dell und Spezialisten in Sachen Entsorgung seien bereits auf den Plan getreten und bieten Unternehmen ihr Knowhow an. (jm)