Brain, Stuxnet, Conficker, Sasser

Die Geschichte des Computervirus

19.02.2016
Von  und Rüdiger Trost


Florian Maier beschäftigt sich mit diversen Themen rund um Technologie und Management.
Vor ziemlich genau 30 Jahren verrichtete der erste PC-Virus sein unheilvolles Werk. Über die Jahre haben Hacker und Cyber-Kriminelle mit immer raffinierteren Computerviren für Schaden - und Schlagzeilen - gesorgt. Wir haben die bedeutendsten System-Schädlinge der IT-Geschichte für Sie zusammengetragen.

Kürzlich feierte der erste PC-Virus Brain sein 30-jähriges Jubiläum. Am 19. Januar 1986 trat der Bootsektor-Virus zum ersten Mal in Erscheinung. Von den ersten Amateur-Hackern in den 1980er Jahren bis heute, wo internationale Cyber-Sabotage längst Realität ist, haben Computerviren das destruktive Potenzial menschlichen Einfallsreichtums in erschreckender Art und Weise demonstriert.

Vor 30 Jahren tauchte der erste Computervirus auf. Wir zeigen Ihnen unsere "Hall of Fame" der System-Schädlinge.
Vor 30 Jahren tauchte der erste Computervirus auf. Wir zeigen Ihnen unsere "Hall of Fame" der System-Schädlinge.
Foto: Grisha Bruev - shutterstock.com; Florian Maier

In unserem Rückblick auf die Geschichte des PC-Virus zeigen wir Ihnen - in Kooperation mit den Security-Experten von F-Secure - anhand bedeutender und aufsehenerregender Zwischenfälle, wie sich Computer-Viren im Laufe der letzten 30 Jahre weiterentwickelt haben. Wenn Sie darüber hinaus Interesse an aktuellen Beiträgen zum Thema Security haben, empfiehlt sich zudem ein Besuch des F-Secure-Blogs.

30 Jahre nach Brain: Security-Status-Quo

Im Jahr 2016 gilt ein PC mit einer aktualisierten Version von Windows 7 oder Windows 10 als sehr sicher - vor allem, wenn darauf ständig aktualisierte Sicherheitssoftware läuft. Mit dem heutigen Wissen über Computerviren lassen sich diese besser bekämpfen - und im Idealfall von vorneherein verhindern.

Allerdings werden Hacker und Cyberkriminelle nicht müde, immer neue Angriffsvektoren zu identifizieren und neue Angriffstechniken zu entwickeln. Für das Jahr 2016 sehen Experten insbesondere bei Unternehmen hohes Gefährdungspotenzial, da die Cyber-Kriminalität nicht nur immer lukrativer wird, sondern auch einfacher zu bewerkstelligen ist. Gerade das boomende Internet of Things - und hier insbesondere die Bereiche Connected Car, Industrie 4.0, Smart Home und Wearables - gilt als Trend-Sektor für Hacker. Nicht zuletzt deshalb, weil in der Vergangenheit bereits zahlreiche Sicherheitslücken in entsprechenden Produkten aufgetaucht sind. Folglich werden sich immer mehr Firmen mit Themen wie Incident-Response-Strukturen, Managed Security Services oder Cyber Threat Intelligence auseinandersetzen müssen.

Nichtsdestotrotz: Wir hoffen, dass wir in 30 Jahren nicht erneut eine Computervirus-Hall-of-Fame zusammenstellen zu müssen.

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