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Gut zu wissen

Die wichtigsten Umweltlabels

18.03.2009
Die unterschiedlichsten Öko-Label sollen den Verkauf umweltverträglicher IT und CE erleichtern. Wir zeigen auf, was die wichtigsten Labels bedeuten.

Ein Öko-Label sagt mehr als tausend Worte. Vor allem, wenn es erst nach umfassenden Tests von einem etablierten Verband oder einer international anerkannten Organisation vergeben wird. Hier erfahren Sie, welche Anforderungen an Energieeffizienz und Umweltschutz hinter den teils hübsch anmutenden Bildchen stehen.

Blauer Engel

Der Blaue Engel wurde bereits 1978 ins Leben gerufen und ist die weltweit erste und älteste Kennzeichnung für umweltschonende Produkte und Dienstleistungen. Der Blaue Engel wird an PCs, Notebooks, Bildschirme, Drucker/Kopierer und Tastaturen vergeben, wenn sie im Rahmen der strengen Richtlinien die jeweiligen Kriterien erfüllen. Drucker und Kopierer etwa sollen besonders ressourcenschonend und emissionsarm sein, von PCs wird erwartet, dass sie energiesparend und geräuscharm arbeiten, bei Monitoren achtet die Jury aufs Energiesparen und auf die Recyclingmöglichkeit, und Tastaturen sollten nicht nur recyclinggerecht konstruiert, sondern auch ergonomisch sein.

TCO

Das Kürzel TCO steht für "Tjänstemännens Centralorganisation". Das ist der Dachverband der schwedischen Angestelltengewerkschaft. Mittlerweile gibt es verschiedene Labels. Mit TCO'99 werden umweltverträgliche und ergonomische Tastaturen und Drucker gekennzeichnet, TCO'01 macht Vorgaben für Mobiltelefone, TCO'03 und TCO'06 gelten für Monitore, PCs und Notebooks können mit TCO'05 ausgezeichnet werden, und TCO'07 wird an entsprechende Headsets vergeben. Bei der Herstellung aller Geräte dürfen keine giftigen Stoffe wie Schwermetalle sowie bromierte und chlorierte Flammschutzmittel verwendet werden. Dazu gibt es Richtwerte für die Emission magnetischer und elektrischer Felder sowie den Stromverbrauch im Stand-by-Modus und im ausgeschalteten Zustand. Bei Druckern kommen Grenzwerte für die Staub- und Ozonemission hinzu.

Energy Star

Die EU will mit dem Energy-Star-Programm die Energieeffizienz von Bürogeräten verbessern. Aktuell gilt die Version 4.0, zum 1. Juli kommt die Version 5.0 mit nochmals verschärften Vorgaben und deutlich mehr Geräteklassen. Dann gelten nicht mehr einzelne Grenzwerte, sondern der Gesamtverbrauch übers Jahr in den Zuständen Soft-Off, Stand-by und Idle.

Mit dem Energy Star werden Computer, Drucker, Monitore und Scanner ausgezeichnet, die den Stromsparkriterien der amerikanischen Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency (EPA) entsprechen. Dazu gehören ein Power-Management-System, das bei Auslieferung aktiviert sein muss, und die Einhaltung des je nach Gerätetyp definierten Maximalwertes bei der Leistungsaufnahme im Stand-by-Modus.

80Plus

80Plus ist eine nordamerikanische Initiative, die energieeffiziente Netzteile auflistet und die entsprechenden Messprotokolle zur Verfügung stellt. Hersteller können ihre Netzteile mit diesem Logo versehen, wenn ihre PC- und Servernetzteile bei den Lastpunkten 20 Prozent, 50 Prozent und 100 Prozent jeweils einen Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent aufweisen, also maximal 20 Prozent der Stromaufnahme verloren geht. Das Logo gibt es in drei Abstufungen. Für "80Plus bronze" liegt die Hürde bei einem Wirkungsgrad von 82 Prozent (und 85 Prozent bei 50-prozentiger Last). "80Plus silber" kann bei einem Wirkungsgrad von 85 Prozent (und 88 Prozent bei halber Last) erreicht werden, und für "80Plus Gold" ist ein Wirkungsgrad von mindestens 87 Prozent (und 90 Prozent bei 50-prozentiger Last) ein Muss.

RoHS

Das Kürzel steht für die EU-Richtlinie 2002/95/EG. Diese verbietet, dass bei der Herstellung und Verarbeitung von elektronischen Geräten umweltgefährdende Substanzen wie Blei, Cadmium und Quecksilber genutzt werden. Das bedeutet unter anderem, dass man nur noch bleifrei löten und bei der Herstellung von Kabeln keine giftigen Flammhemmer nutzen darf.

Eco-Blume

Die Eco-Blume ist ein europäisches Umweltzeichen und wird unter anderem für PCs und Notebooks sowie Fernsehgeräte vergeben. Diese müssen sich durch geringen Stromverbrauch im Betrieb und im Stand-by-Modus auszeichnen und dürfen nur wenig umwelt- und gesundheitsschädliche Substanzen enthalten. Bei den TVs wird auch auf die kostenfreie Rücknahme von Altgeräten sowie eine größere Langlebigkeit und bessere Wiederverwertbarkeit der Materialien Wert gelegt. PCs und Notebooks sollten problemlos zerlegt und wiederaufbereitet werden können sowie nachrüstbar sein. Bei mobilen Computern wird zudem auf die Verwendung von weniger umweltschädlichen Batterien geachtet.