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Digitale Dienstleistungen

Druckbranche setzt auf Datenmanagement

10.04.2018
Die Branche der Scan- und Druckbetriebe steht vor großen Herausforderungen: Immer mehr Unternehmen arbeiten digital und verzichten auf Papier.
Das Scannen analoger Archive und Datensätze bleibt weiterhin ein einträgliches Geschäftsmodell.
Das Scannen analoger Archive und Datensätze bleibt weiterhin ein einträgliches Geschäftsmodell.
Foto: Ditty_about_summer - shutterstock.com

Künftig soll auch die öffentliche Verwaltung vollständig elektronisch arbeiten - darauf haben sich CDU, CSU und SPD im Koalitionsvertrag geeinigt. Bei der Jahrestagung des Fachverbandes für Multimediale Informationsverarbeitung (FMI) am Wochenende (14./15.4.) in Mainz kommen Dienstleister und Lieferanten zusammen, um über die Digitalisierung und ihre Folgen zu beraten.

Der Verzicht auf Papier macht viele klassische Dienstleistungen der Branche wie etwa das Drucken großer Baupläne obsolet. Viele Betriebe werden deswegen voraussichtlich nur noch digitale Dienstleistungen anbieten. "In Zukunft sind unsere Mitglieder die Datenmanager ihrer Kunden", sagte der Geschäftsführer des Fachverbands, Achim Carius, der Deutschen Presse-Agentur. Viele kleine und mittelständische Unternehmen könnten den Datenfluss und den Umgang mit Daten nicht mehr alleine bewältigen.

Boom beim Scannen hält an

Bis die Umstellung auf digitale Dienstleistungen abgeschlossen ist, bleibt das Scannen analoger Archive und Datensätze ein einträgliches Geschäftsmodell: "Für Behörden ist von gewerblichen Dienstleistern noch nie so viel gescannt worden", sagte Carius. Er ist sicher, dass der Boom noch einige Jahre anhält: "Bis der analoge Dokumentenberg gescannt ist, werden bestimmt noch zehn Jahre vergehen."

Obwohl immer mehr Unternehmen und Behörden auf Papier verzichten wollen, glaubt der Geschäftsführer nicht, dass die Dienstleistung des Druckens ausstirbt. "Sie verändert sich: Inzwischen druckt man mit Neonfarben und vielen Effekten", sagte Carius. Das Papier werde edler, teurer und anspruchsvoller. "Das Bedrucken von Papier wird nicht wegfallen, sondern ein Luxusgut." (dpa/ib)