Fixpreisangebote im Trend

eBay-Zukunft gehört den großen Händlern

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich PCs und Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Notebooks, PCs, Smartphones, Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Die goldene Ära der Kleinunternehmer auf der Internet-Auktionsplattform eBay scheint sich dem Ende zuzuneigen.

Die goldene Ära der Kleinunternehmer auf der Internet-Auktionsplattform eBay scheint sich dem Ende zuzuneigen. Die Zukunft gehört den großen, als zuverlässig geltenden Händlern, die ihre Waren zu Fixpreisen über das Online-Portal anbieten. Dies geht aus einem aktuellen Bericht der New York Times hervor, der das Auktionshaus in einem grundlegenden Umbruch sieht. Vor allem die im Mai bekannt gewordene Kooperation mit dem US-amerikanischen Online-Händler Buy.com habe deutlich gezeigt, dass sich die eBay-Unternehmensstrategie in letzter Zeit gewandelt habe. So wende sich der Internetkonzern zunehmend von seinem ursprünglichen Modell einer Auktionsplattform ab und räume Großhändlern einen größeren Stellenwert ein. Hintergrund der Strategieänderung ist laut Bericht ein rückläufiges Interesse der Nutzer an Online-Auktionen. Während eBay mit Zuwachsproblemen zu kämpfen habe, könnten Konkurrenten wie Amazon bei Konsumenten mit fix festgelegten Preisen und einem vergleichsweise riesigen Produktangebot punkten.

"eBay hat eindeutig signalisiert, dass seine Zukunft den Großhändlern gehört und nicht den kleinen Tante-Emma-Läden", stellt Tim Boyd, Internetanalyst vom US-Technologieinstitut American Technology Research, gegenüber der New York Times fest. Der Deal mit Buy.com, der über fünf Mio. neue Fixpreisangebote auf die Online-Auktionsplattform gebracht habe, sei in dieser Hinsicht richtungsweisend. Die Unzufriedenheit der Kleinunternehmer sei nur zu gut zu verstehen. Vor allem der Umstand, dass Buy.com vermutlich keine Einstellgebühren für seine angebotenen Artikel zu zahlen hat, sorgt in diesem Zusammenhang für Unmut in den Reihen der kleineren Händler. Großhändler hätten es zudem leichter, durch Angebote wie kostenlose Lieferung ihre Feedback-Bewertungen in die Höhe zu schrauben, was wiederum dazu führt, dass ihre Produkte bei Suchanfragen auf eBay weiter vorne gelistet würden, heißt es von den Kleinunternehmern.

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