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Gespräch mit Firmenchef Wilfried Beeck

ePages wächst gemeinsam mit dem Handel



Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Onlineshops für Jedermann - das ist das Konzept, das ePages seit dem Jahr 2002 Erfolg beschert. Doch verändern inzwischen Trends wie Omnichannel, Mobile und Voice den Handel. Mit einer Neuversion trägt ePages dem nun Rechnung.
Hamburger E-Commerce-Urgestein: ePages-Chef Wilfried Beeck
Hamburger E-Commerce-Urgestein: ePages-Chef Wilfried Beeck
Foto: ePages

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit - dieses Motto dürfte auch ePages-Chef Wilfried Beeck gut bekannt sein. Wie sonst hätte es das E-Commerce-Urgestein geschafft, auch 35 Jahre nach Gründung seiner Firma weiter Erfolg in der schnelllebigen Branche zu feiern? Nachdem Beeck ab 1992 für zehn Jahre einer der drei Köpfe des deutschen New-Economy-Überfliegers Intershop war, entschloss sich der Hamburger 2002 die für kleine und mittlere Unternehmen bestimmte Produktlinie Intershop 4 unter dem Namen ePages weiterzuführen. Mit einer Reihe von Hosting-Partnern vertreibt Beeck seitdem die Mietshoplösung auch weit über Deutschland hinaus. Trotz des anhaltenden Erfolgs entschloss sich der ePages-Chef im vergangenen Jahr, mit ePages Now eine Neuversion der Shopsoftware zu erarbeiten.

"Wir haben uns für ein komplettes Rewrite entschlossen und haben damit gewissermaßen auf der grünen Wiese angefangen", berichtet Beeck. Um offen für neue technologische und handelsseitige Entwicklungen zu sein, habe man sich für einen modularen Microservice-Ansatz entschieden. "In ersten Schritt haben wir das Shop-Frontend überarbeitet und dieses noch auf dem alten Backend laufen lassen. Im zweiten Schritt wurde dann auch das Backend umgeschrieben." Auf das Ergebnis ist Beeck stolz: "Mit der neuen Version ist es noch einmal viel einfacher, einen ePages-Shop zu starten. Einen richtig guten Shop aufzusetzen, geht nun schon in wenigen Tagen."

Schöne Shops, einfach gemacht - das ist das Ziel des neuen ePages Now
Schöne Shops, einfach gemacht - das ist das Ziel des neuen ePages Now
Foto: ePages

Auch stationäre Händler nutzen heute ePages

Während sich ePages weiterhin an kleine und mittlere Online-Händler richtet, hat sich die E-Commerce-Landschaft verändert: Der Professionalisierungsgrad ist deutlich gestiegen und Online-Marktplätze haben für kleine Händler eine dominierende Rolle eingenommen. Doch wie Beeck berichtet, ist die Nachfrage nach ePages-Shops weiterhin ungebrochen. "Das sind zu 90 Prozent Do-it-yourself-Kunden. Die haben keine Agentur. Die brauchen einen Shop, der ihnen vielfältige Themes zur Auswahl stellt und einen gut funktionierenden Einrichtungs-Wizard umfasst. Und schon ist der Shop fertig." Als klassische Referenzkunden nennt Beeck beispielsweise einen Online-Händler für Tischfussballgeräte oder für Swimmingpool-Zubehör. "Das sind Spezialisten in der Nische, die den Kunden auf ihrer Seite so viel Wissen bieten, dass diese gerne immer wieder dort kaufen." Mit einer Reihe von Anbindungen, darunter auch an Amazon und eBay, ermöglicht ePages es den Händlern auch, ihre Waren auf Online-Plattformen zu verkaufen. Auch an die Einrichtung eines eigenen, sämtliche ePages-Shops umfassenden Online-Markplatzes habe man in der Vergangenheit mal gedacht. "Aber wir haben das Thema dann zurückgestellt, weil es ein riesen Invest gewesen wäre und die Anbindung an die bestehenden Marktplätze viel stärker nachgefragt wurde", berichtet Beeck.

Neue Bedeutung hat mit der ePages-Neuversion die Anbindung an Warenwirtschaftssystem erhalten. Zum einen geht es dabei darum, Händlern mit zuverlässigen Schnittstellen die Warenverwaltung zu erleichtern. Aber es geht auch um den Omnichannel-Trend, lokale Warenbestände online abzubilden. "Wir vermarkten uns heute als ‚Commerce Cockpit’ und dazu zählt ganz klar auch, stationäre Verkäufe anzukurbeln." Das geht so weit, dass sich ePages heute gar nicht mehr unbedingt als Shoplösung sieht. "Man kann ePages auch als Content Management System nutzen, um Waren in einem stationären Geschäft im Internet darzustellen. Tatsächlich verzeichnen wir seit der neuen Version immer mehr Kunden, die unsere Webshop-Komponente gar nicht brauchen." Um stationären Händlern auch die Erfassung stationärer Bestände zu erleichtern, befinde man sich in Gesprächen mit dem iPad-Kassensystem Inventorum, das dafür eine einfache Lösung biete.

Auch im Backend präsentiert sich ePages Now einfach und übersichtlich
Auch im Backend präsentiert sich ePages Now einfach und übersichtlich
Foto: ePages

Trendthemen Mobile, Facebook und Voice

Für die neue Programmversion von ePages hat sich das E-Commerce-Unternehmen auch mit aktuellen Trends in der Branche auseinandergesetzt. Dazu zählt an vorderster Front das Thema Mobile, wo sich ePages bewusst für ein responsives Shop-Design entschieden hat und nicht für eine App-Lösung: "Eine eigene App wäre für unsere Händler-Zielgruppe zu spezifisch", erklärt Beeck. Ein weiteres Trendthema ist der Verkauf über Facebook - ein für kleine und mittlere Online-Händler hochrelevantes Thema. Hier erleichtert es ePages Händlern nicht nur, ihre Follower-Community zu pflegen, sondern macht auch das Ausspielen von Kaufanzeigen in den Facebook-Feed einfach.

Und die Zukunft? Hier hat Wilfried Beeck das Thema Voice aufmerksam im Blick. "Dank Alexa und Co. ist die Nachfrage nach Sprachlösungen derzeit hoch. Aber für das Online-Shopping via Voice gibt es bisher noch keine Killer-Applikation." Eine eigene Voice-Lösung plane Pages deshalb bisher nicht. "Aber wir sind vorbereitet für alles. Wir betrachten uns nicht als Innovation Leader, sondern als Fast Follower." Sobald sich für das Onlineshopping eine Sprachlösung durchzusetzen beginne, werde auch ePages diese für seine Kunden integrieren - um auch nach 35 Jahren im E-Commerce weiter gefragt zu bleiben. (mh)

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