Hoffnung liegt auf Blackberry 10

Erste Blackberry-Mitarbeiter müssen gehen

21.06.2012
Beim angeschlagenen Blackberry-Hersteller Research In Motion rollt die befürchtete Entlassungswelle an. Die einst so beliebten E-Mail-Maschinen verkaufen sich nach dem Siegeszug von Apples iPhone und den Android-Smartphones immer schlechter. Das Management reagiert mit einem drastischen Sparprogramm.

Beim angeschlagenen Blackberry-Hersteller Research In Motion rollt die befürchtete Entlassungswelle an. Die einst so beliebten E-Mail-Maschinen verkaufen sich nach dem Siegeszug von Apples iPhone und den Android-Smartphones immer schlechter. Das Management reagiert mit einem drastischen Sparprogramm.

Die ersten Stellen seien bereits gestrichen worden, bestätigte eine Firmensprecherin am Mittwoch. "RIM will im Laufe dieses Geschäftsjahres die Effizienz deutlich steigern und die operativen Kosten senken", erklärte sie auf Anfrage. Mindestens 1 Milliarde US-Dollar (790 Mio Euro) sollen eingespart werden. "Die Reduzierung der Belegschaft ist Teil dieser Initiative."

Der aus Deutschland stammende RIM-Chef Thorsten Heins hatte Ende Mai grundsätzlich angekündigt, dass Stellen wegfallen werden. Unklar ist weiterhin, wie viele Mitarbeiter am Ende gehen müssen. Das kanadische Unternehmen nennt bislang keine Zahlen.

Die Spekulationen in nordamerikanischen Medien und bei Analysten rangieren von 2.000 bis zu 6.000. RIM beschäftigte Anfang März noch 16.500 Mitarbeiter. Eine erste Kündigungswelle im vergangenen Jahr hatte bereits rund 2.000 Jobs gekostet. Zwischenzeitlich mussten unter dem Druck der unzufriedenen Aktionäre auch mehrere hochrangige Manager gehen - darunter das einstige Führungsduo Jim Balsillie und Mike Lazaridis.

Die beiden hatten die Marke Blackberry aufgebaut. Über Jahre war das multifunktionale Handy mit der legendären Tastatur ein Statussymbol der Manager. Der Markteintritt von Apple mit seinem iPhone im Jahr 2007 veränderte jedoch alles: Plötzlich war der berührungsempfindliche Bildschirm das Maß der Dinge, und kleine Zusatzprogramme - sogenannte Apps - eroberten die Handys im Sturm. RIM konnte mit seinen Blackberrys nicht Schritt halten.