Also, Also MPS und Druckerfachmann.de

"Es gibt eine klare Zielgruppenaufteilung"

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Ivonne Schlottmann, bisher verantwortlich für die Also-Tochter Also MPS wird nun auch Geschäftsführerin bei Druckerfachmann.de. Händler befürchten nun einen Interessenkonflikt.

Eine Personalentscheidung im Also-Konzern lässt alte Händlerbedenken wieder aufflackern: Ivonne Schlottmann, Business Leitung & Prokuristin bei der Also-Tochter Also MPS hat nun auch geschäftsführende Verantwortung für den Bereich Dokumenten Management bei Druckerfachmann.de. Die bisherige Geschäftsführerin Doreen Deubner konzentriert sich auf die geschäftsführende Verantwortung für die Bereiche Sales, Service, Marketing, Kundenservice und Vertragswesen.

Ivonne Schlottmann wird neben ihrer Funktion als Leiterin & Prokuristin bei der Also-Tochter Also MPS nun auch geschäftsführende Verantwortung für den Bereich Dokumenten Management bei Druckerfachmann.de übernehmen.
Ivonne Schlottmann wird neben ihrer Funktion als Leiterin & Prokuristin bei der Also-Tochter Also MPS nun auch geschäftsführende Verantwortung für den Bereich Dokumenten Management bei Druckerfachmann.de übernehmen.
Foto: Also

Bei Also erhofft man sich dadurch eine Stärkung des Druckerfachmann.de-Managements: "Doreen Deubner kann sich voll auf die erfolgreiche Weiterführung des bestehenden Geschäftes konzentrieren. Gemeinsam verantworten wir den Auf- und Ausbau von neuen Geschäftsfeldern", erklärt Ivonne Schlottmann gegenüber ChannelPartner.

Vor rund fünf Jahren wurde das auf Managed Print Services spezialisierte Fachhandelshaus Druckerfachmann.de in den Also-Konzern, damals noch Also-Actebis, integriert. Mit Also MPS wurde eine Tochtergesellschaft gegründet, um Reseller beim Angebot von Managed Print Services (MPS) zu unterstützen. Druckerfachmann.de betreibt seither das Geschäft mit Endkunden weiter. Schon damals wurden Befürchtungen geäußert, dass Druckerfachmann.de als Teil des Also-Konzerns Wettbewerbsvorteile beim Bezug von Ware bekommen könnte oder dass sensible Kundendaten aus dem Also MPS-Geschäft auch für Druckerfachmann.de genutzt werden könnten.

Also MPS profitiert von Druckerfachmann.de

Dass Also MPS mit dieser Maßnahme womöglich den Einfluss auf Druckerfachmann.de verstärken will, sieht Schlottmann nicht. Im Gegenteil: "Die Also MPS profitiert seit ihrer Gründung vom umfassenden Know How der Tochtergesellschaft Druckerfachmann.de. Mit der Verantwortung für beide Gesellschaften wird es noch einfacher, für alle Partner verlässlich und transparent zu agieren", meint die MPS-Spezialistin.

Schlottmann will bei Druckerfachmann.de nun "Konzern-Support zur Stärkung der Geschäftsentwicklung" leisten. Darunter versteht sie den Ausbau des Europageschäfts, Cloud-Lösungen, Fulfillment und Finanzdienstleistungen, Personalentwicklung und Marketing. Hier könne sie ihr "Netzwerk und Wissen der letzten 17 Jahre" einbringen. Zudem will sie die stufenweise Vereinfachung von komplexen Druck- und Dokumenten Lösungen voran bringen, um sie für die Also-Reseller nutzbar zu machen. Dies soll zunächst bei Also MPS geschehen. In einem weiteren Schritt sollen auch Angebote für den Also B2B Marketplace hinzukommen.

Auch Also Deutschland will MPS bieten

Eventuelle Channel-Konflikte sieht die Also MPS-Managerin nicht: "Zwischen der Druckerfachmann.de, Also MPS und Also Deutschland gibt es eine ganz klare Zielgruppenaufteilung", betont Schlottmann. Für sie steht Druckerfachmann.de weniger im Wettbewerb zu den Also- und Also MPS-Resellern. Der Kontrahent ist für sie vielmehr der Direktvertrieb der Hersteller, da Druckerfachmann.de sehr große Endkunden adressiert. "Zukünftig wird dieser Fokus noch verstärkt, um die Ressourcen voll auf das professionelle MPS und DMS-Geschäft konzentrieren zu können", kündigt Schlottmann an.

Also MPS bietet laut Schlottmann aber Lösungen speziell für das SMB Business an. Man arbeite ausschließlich im indirekten Vertriebsmodell. "Jeder Reseller hält immer selbst den Vertrag mit seinem Endkunden", bekräftigt sie.

Zudem will Also Deutschland "in Kürze" selbst MPS Verträge mit den Resellern direkt schließen. Dadurch will man Händlern "das Single Unit Vertragsgeschäft" für den Reseller noch weiter erleichtern. Für Schlottmann ist dies "eine klare Forcierung" des indirekten Geschäfts. "Die Reseller werden vom Ausbau unserer Dienstleistungen profitieren", ist sich die MPS-Expertin sicher.

Einen Kommentar zu diesem Thema lesen Sie auf der folgenden Seite.

Zur Startseite