Unsichere Zeiten

Eset warnt vor Angriffen auf Remote-Verbindungen



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist im Süden von München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Viele Cyber-Kriminelle reagieren nach Angaben von Eset mit einer Änderung ihrer Taktiken auf die durch das Coronavirus ausgelöste Krise.
Weltweit nutzen Cyber-Kriminelle die durch das Coronavirus ausgelösten Veränderungen für ihre Zwecke.
Weltweit nutzen Cyber-Kriminelle die durch das Coronavirus ausgelösten Veränderungen für ihre Zwecke.
Foto: World Day - shutterstock.com

Die durch SARS-CoV2 ausgelöste Krise ist noch längst nicht ausgestanden. Das spüren auch viele Unternehmen, die immer noch stark auf die Arbeit im Homeoffice und zuverlässige Fernverbindungen angewiesen sind. Cyber-Kriminelle versuchen ihrerseits alles, um die aktuellen Veränderungen auszunutzen. In den vergangenen Monaten haben vor allem Web- und E-Mail-Attacken, aber auch Angriffe auf das RDP-Protokoll (Remote Desktop Protocol) von Microsoft zugenommen, meldet nun der Sicherheitsanbieter Eset.

Gefahr durch DHL-Phishing

Einen besonders hohen Anstieg verzeichneten die Forscher bei Phishing-Mails. Hauptsächlich würden die Kriminellen derzeit auf Nachrichten setzen, die auf den ersten Blick vom Paketzustelldienst DHL stammen. Sie enthalten meist Anhänge wie "DHL_Receipt.pdf.htm" oder "DHL_Document.pdf.html" mit gefälschten Formularen zum Diebstahl der Anmeldeinformationen zu den von DHL angebotenen Online-Diensten. Diese Art von Attacken habe sich seit Jahresbeginn verzehnfacht, berichtet Eset.

Eine Verdopplung registrierte das Unternehmen zudem bei Angriffen auf Remote-Verbindungen, bei denen RDP und andere Protokolle eingesetzt werden. Viele Firmen würden eine sichere Konfiguration dieser Dienste vernachlässigen, kritisiert Eset. Im zweiten Quartal dieses Jahres beobachtete das Sicherheitsunternehmen eine Zunahme bei Attacken gegen Android-Geräte. Um 18 Prozent seien sie im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen. Hier habe man besonders häufig neue Banking-Trojaner beobachtet. In anderen Fällen habe sich Malware als seriöse Corona-App ausgegeben.

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