Unvorsichtige Verbraucher

Eset warnt vor Gefahren im vorweihnachtlichen Schnäppchenrausch



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist im Süden von München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Schwarze Schafe im Online-Handel locken Verbraucher in die Falle und wirken sich negativ auf das Geschäft des seriösen Channels aus.

Nicht nur am heutigen Black Friday, sondern auch in der vorweihnachtlichen Zeit fallen viele Internet-Nutzer nach Erkenntnissen des Security-Spezialisten Eset auf vermeintliche Schnäppchen-Mails und Fake-Shops herein. Gerade das Weihnachtsgeschäft sei für den Handel aber von großer Bedeutung. Auf Basis einer von Eset durchgeführten Online-Umfrage mit 1.000 Teilnehmern kaufen in diesem Jahr bereits drei von vier Verbrauchern ihre Geschenke auch online. Rund 40 Prozent der Befragten klicken jedoch auf alle Werbe-Links, die sie von Online-Shops per Mail erhalten.

Wenn es um Schnäppchen geht, fallen viele Verbraucher laut Eset auch auf Fake-Shops herein.
Wenn es um Schnäppchen geht, fallen viele Verbraucher laut Eset auch auf Fake-Shops herein.
Foto: Antonio Guillem - shutterstock.com

"Der Kauf der Weihnachtsgeschenke im Internet erfreut sich immer größerer Beliebtheit", sagt Thomas Uhlemann, Security Specialist bei Eset. Cyber-Kriminelle hätten jedoch "diese Zeit rot in ihren Kalendern markiert, denn hier können sie fette Beute machen". Der 24. Dezember löse bei manchen Menschen einen "enormen Kaufdruck" aus, der dafür sorge, dass sie deutlich sorgloser shoppen würden. Uhlemann rechnet für die kommenden Wochen mit einem deutlichen Anstieg von Betrugsdelikten im Internet.

Der Experte rät Verbrauchern deswegen zu einer erhöhten Vorsicht beim Online-Einkauf und einer gesunden Skepsis bei "unrealistischen Rabattschlachten".

Aber auch auf den seriösen Fachhandel hat das negative Auswirkungen. "Wir gehen von einem Anstieg sogenannter Fake-Shops aus", so Uhlemann. Diese ziehen Umsätze vom echten Channel ab, wenn die Kunden dort Bestellungen aufgeben, die sie dann in der Folge aber meist nicht erhielten. Schwarze Schafe gebe es aber auch in den Marketplaces der großen Online-Anbieter. Uhlemann: "Wenn ein Händler versucht, das Geschäft direkt mit dem Kunden unter Umgehung der vorgesehen Zahlungsmodalitäten zu machen, sollten Nutzer diesen Fall direkt dem Anbieter melden. In der Regel handelt es sich hierbei um Betrug."

Den Kunden empfiehlt der Eset-Experte folgendes:

  • Den Shop genau ansehen und auf sichere Verbindungen zu achten.

  • Wenn ein Angebot zu gut ist, um wahr zu sein, sollte besondere Vorsicht walten.

  • Gibt es kein Impressum, dann sollte auch kein Kauf erfolgen.

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