Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Neue Malware-Studie

Eset warnt vor zunehmender Android-Ransomware

Andreas Th. Fischer ist freier Journalist in München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Die Gefahr, Opfer einer Ransomware-Attacke zu werden, steigt auch für Android-Fans. Laut Eset hat sich die Zahl der Angriffe auf Smartphone-Nutzer im vergangenen Jahr um 50 Prozent erhöht.

Erpresserische Trojaner bedrohen nicht mehr nur Windows-Nutzer. Laut einer neuen Studie von Eset haben Angriffe mit Android-Ransomware 2016 um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Die Autoren der mobilen Schädlinge kopieren dabei nicht nur einen Teil der kriminellen Techniken, die bereits auf Desktop-Rechnern eingesetzt werden. Nach Erkenntnissen von Eset entwickeln sie auch immer häufiger eigene Tricks, um Android-Nutzer in die Falle zu locken.

Zunehmende Bedrohung durch Android-Ransomware.
Zunehmende Bedrohung durch Android-Ransomware.
Foto: Cara-Foto - shutterstock.com

Die Sicherheitsforscher unterscheiden dabei zwei verschiedene Arten von erpresserischer Software, die Android-Smartphones befällt: Klassische Krypto-Ransomware, die Dateien verschlüsselt, und Lockscreen-Ransomware, die den Nutzer aus seinem Handy aussperrt. Ein wichtiger Verbreitungsweg ist dabei die E-Mail. Die Kriminellen versuchen, Android-Nutzer dazu zu bewegen, auf enthaltene Links zu tippen, über die dann verseuchte APK-Dateien (Android Application Package) heruntergeladen werden.

Die Android-Malware erfüllt dabei die traditionelle Definition für einen Trojaner, der sich hinter einer harmlos aussehenden Anwendung verbirgt. Ein Beispiel für diese Art von Bedrohungen ist das vor kurzem entdeckte gefälschte Flash-Player-Update, das ein Smartphone verseucht und anschließend weiteren Schadcode herunterlädt und installiert.

"Insgesamt hat Malware auf Android-Geräten im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zugenommen. Ransomware verbreitete sich auf dieser Plattform sogar noch stärker", erläutert Juraj Malcho, Chief Technology Officer bei Eset. Den Höhepunkt dieser Entwicklung habe man schon in der ersten Hälfte des Jahres 2016 beobachtet. "Aber es gibt keinerlei Zeichen dafür, dass diese Bedrohung in nächster Zeit verschwindet", so Malcho.

"Insgesamt hat Malware auf Android-Geräten im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zugenommen." Juraj Malcho, Chief Technology Officer bei Eset
"Insgesamt hat Malware auf Android-Geräten im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zugenommen." Juraj Malcho, Chief Technology Officer bei Eset
Foto: Eset

Eset hat das Whitepaper "Trends in Android Ransomware" (PDF) veröffentlicht, das die von den Kriminellen verwendeten Methoden und Tricks beschreibt und anhand mehrerer konkreter Beispiele zeigt, wie Android-Malware vorgeht und wie sie funktioniert. Dazu gehören Schädlinge, die sich hinter vorgeblichen Porno-Apps verbergen, die sich als Warnungen der Polizei ausgeben oder die das Opfer eintausend Mal auf "I am an idiot" tippen lassen, um das Smartphone wieder zu entsperren.