Soziales Netzwerk

Facebook führt Fake-News-Warnungen ein

Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Facebook führt eine neue Funktion ein, mit der Nutzer Fake-News melden können. Derart verdächtige Nachrichten werden künftig mit einem Warnhinweis gekennzeichnet und tiefer gerankt. Auf das Löschen verzichtet Facebook aber.

Facebook will Fake-News mit einem 4-Punkte-Plan bekämpfen. Die ersten neuen Anti-Fake-Maßnahmen testet Facebook derzeit noch und will sie in nächster Zeit ausrollen, wie das soziale Netzwerk jetzt angekündigt hat.

Fake-News melden

So können Facebook-Nutzer bald eine Nachricht als „Fake-News“ an Facebook melden. Der entsprechende Menü-Punkt wird über das Menü erreicht, das man bei jeder Meldung rechts oben öffnen kann. Alternativ kann der Nutzer auch dem Poster der ihm verdächtig erscheinenden Meldung einen Hinweis geben, dass er die Nachricht für einen Fake hält. 

Diese News ist als Fake-News gekennzeichnet.
Diese News ist als Fake-News gekennzeichnet.
Foto: Facebook

Fake-News kennzeichnen

Facebook lässt derart gemeldete Nachrichten und auch andere verdächtige Meldungen, über die Facebook selbst stolpert, von externen Organisationen auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen. Kommen diese zu dem Schluss, dass eine Nachricht tatsächlich ein Fake ist, so kennzeichnet Facebook die Meldung als „disputed/umstritten“. Damit sehen alle Facebook-Nutzer sofort, dass sie dieser Meldung mit Skepsis begegnen sollen. Außerdem gibt es einen Link zur Begründung für diese Einstufung. Facebook verzichtet aber darauf Fake-News komplett zu löschen.

Facebook will derart eingestufte Meldungen außerdem weiter unten und somit nachrangiger im News-Feed einsortieren. Solche Meldungen können Sie zwar noch teilen, allerdings zeigt Ihnen Facebook vor dem Sharen einen Warnhinweis an. Zudem darf für so eine Fake-News nicht mehr geworben werden, Sie können dafür also keine Werbung mehr schalten.

Weitere Maßnahmen

Facebook hat festgestellt, dass Leser eine Nachricht kaum liken, wenn sie diese auf irgendeine Weise in die Irre geführt oder nicht zufriedenstellend informiert hat. Diese Erkenntnis will Facebook künftig beim Ranking von Nachrichten berücksichtigen.

Außerdem will Facebook gegen Spammer vorgehen, die sich als bekannte und anerkannte Nachrichten-Organisation tarnen und derart getarnt Fake-News posten, um Kunden auf ihre Seiten zu locken. Dort präsentieren die Spammer dann Werbung und kommerzielle Angebote, die mit der ursprünglichen Nachricht nichts zu tun haben. Facebook will dieses Anlocken bekämpfen und künftig vorgetäuschte Namen, die bekannten Nachrichten-Publikationen ähneln, verhindern. Außerdem will Facebook Nachrichten von Fake-verdächtigen Seiten strenger überwachen und bedenkliche Inhalte den Strafverfolgungsbehörden melden.

Aber im Grunde spielen diese Maßnahmen keine Rolle mehr. Denn nächste Woche wird ein Asteroid mit der Erde kollidieren, wie Wissenschaftler herausgefunden haben.