Produktsuche und Empfehlungen zweitrangig

Facebook ist kein Ort zum Shoppen

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Die sozialen Netzwerke sind zur ersten Adresse der User im Web geworden. Für den Online-Einkauf eignen sie sich nach Ansicht ihrer Nutzer aber nicht. Viele Anwender teilen zwar ihre Erfahrungen beim Shoppen unmittelbar mobil mit ihren Facebook-Freunden, wie die Marktforscher bei ListenLogic http://www.listenlogic.com aufzeigen. Als Informationsquelle über Produkte und Services oder als Rechercheinstrument von Empfehlungen sind die Social Communitys laut Lightspeed Research http://www.lightspeedresearch.com aber zweitrangig. Etablierte Kanäle liegen dabei um Längen voraus.

Die sozialen Netzwerke sind zur ersten Adresse der User im Web geworden. Für den Online-Einkauf eignen sie sich nach Ansicht ihrer Nutzer aber nicht. Viele Anwender teilen zwar ihre Erfahrungen beim Shoppen unmittelbar mobil mit ihren Facebook-Freunden, wie die Marktforscher bei ListenLogic aufzeigen. Als Informationsquelle über Produkte und Services oder als Rechercheinstrument von Empfehlungen sind die Social Communitys laut Lightspeed Research aber zweitrangig. Etablierte Kanäle liegen dabei um Längen voraus.

"Wir sind noch auf der Suche nach Möglichkeiten, um unsere Online-Plattformen mit unseren Web-Shops vernünftig verknüpfen zu können", sagt eine Marketerin bei der Marketingmesse und Konferenz DMX Austria. Die Präsenz in Social Networks ist für Unternehmen von Nutzen. Die Aktivität der User zu barer Münze zu machen und sie auf eigene Vertriebskanäle zu leiten, fällt vielen Firmen aber nach wie vor schwer. Social Networks sind beliebte Kommunikationskanäle, für das Online-Shopping jedoch ungeeignet, zeigt Lightspeed Research.

Negativ-Urteile beeinflussen Kaufverhalten

Um im Internet vor einem möglichen Einkauf an Informationen über Produkte und Dienstleistungen zu gelangen, suchen die meisten deutschen Konsumenten an erster Stelle Suchmaschinen auf. Mehr als 70 Prozent nutzen Google und Co zur Recherche. Neben Testberichten von Verbraucherzentralen sind außerdem spezialisierte Shopping-Webseiten sowie Preisvergleichsseiten mit 56 Prozent beliebte Quellen. Facebook und Co kommt angesichts einer Nutzung durch lediglich acht Prozent der Verbraucher in der Bundesrepublik hingegen eine verschwindend geringe Bedeutung zu.

Das Expertenurteil von Verbraucherzentralen zu Produkten und Services gewichten die Online-Shopper höher als Erfahrungsberichte und Feedback aus dem persönlichen Bekanntenkreis, obwohl sie auch darauf Wert legen. Negative Kritiken zu Angeboten im Web nehmen zudem starken Einfluss auf das Kaufverhalten der User. Bei 60 Prozent der Konsumenten liegt die Schmerzgrenze bereits bei drei negativen Bewertungen. (pte/rw)

Zur Startseite