Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

USB-Tipp

Falsches USB-Kabel verursacht Ladeprobleme

31.08.2017
Von Peter Stelzel-Morawietz
Schwerpunkte? Keine - er interessiert sich vielmehr für (fast) alles, was mit IT, PC, Smartphone und Elektronik zu tun hat. Dabei geht es aber meist nicht um die Technik nur um der Technik willen, vielmehr stehen Nutzen und sinnvolle Anwendung im Vordergrund.
Falsche USB-Kabel verursachen Ladeprobleme. Im Tipp erfahren Sie, wie Sie das Kabel entlarven und Smartphone und Co. schnell geladen kriegen.
Ein solcher USB-Y-Adapter verdoppelt am PC mit zwei USB-Anschlüssen den über die USB-Buchse ansonsten begrenzten Ladestrom.
Ein solcher USB-Y-Adapter verdoppelt am PC mit zwei USB-Anschlüssen den über die USB-Buchse ansonsten begrenzten Ladestrom.
Foto: Aliexpress

Da muss man erst einmal draufkommen, wenn das Smartphone, die Digitalkamera oder sonst ein Gerät mit USB-Anschluss entweder gar nicht oder nur äußerst langsam aufgeladen wird. Denn das Problem muss nicht unbedingt an einem zu leistungsschwachen Ladegerät liegen, der Grund kann schlicht ein „schwaches“ USB-Kabel sein: also eines, mit zu dünnen Kupferleitungen, oder gar eines, dessen Drähte statt aus gut leitendem Kupfer aus einer billigeren Legierung bestehen. Die Folge ist in beiden Fällen die gleiche: Der Leitungswiderstand ist zu hoch und damit der Ladestrom zu niedrig, das Gerät lädt deutlich langsamer als normal oder eben gar nicht, wenn die interne Regelelektronik einen Mindeststrom verlangt.

Um das Ladegerät als Ursache auszuschließen, genügt meist ein Blick auf das klein gedruckte Typenschild. Ist dort für die 5-Volt-Sekundärseite ein Ladestrom von über 500 mA (0,5 A) aufgedruckt, liegt es nicht am Gerät. Tauschen Sie deshalb bei einem Netzteil mit der gewöhnlichen „großen“ USB-Buchse (USB A) einfach das vorhandene Kabel gegen ein anderes mit gleichen Steckern aus. Mit großer Wahrscheinlichkeit funktioniert plötzlich alles, das Ladeproblem liegt also nur am Kabel.

Unser Rat: Werfen Sie das mangelhafte Exemplar gleich weg. Das erspart künftigen Ärger durch ständiges Verwechseln, denn äußerlich muss das schlechte Exemplar nicht einmal dünner sein als das funktionierende. Und ein Ersatzkabel mit dem für Smartphones und Kameras typischen Micro-USB-Anschluss an einem Ende bekommen Sie bei Ebay inklusive Versand schon für zwei Euro.

Wenn Sie ein Gerät an den USB-Buchsen des PCs laden möchten, kommt es auf den Anschlusstyp und dessen Spezifikation an: Herkömmliches USB 2.0 lädt mit maximal 500 mA, die blauen USB-3.0-Buchsen mit höchstens 900 mA, beim neuen USB-Typ C ist der Ladestrom noch höher. Das aber bedeutet, dass man ein Gerät ohne USB-C-Anschluss in aller Regel an einem externen Ladegerät (mit funktionierendem Kabel) schneller mit Energie versorgt als übers Anschließen am PC. An einem Rechner mit mehreren USB-Buchsen oder auch an einem 12-Volt-USB-Adapter für den Zigarettenanzünder im Auto erhöht ein „USB-Y-Adapter“ für zwei Anschlüsse den Ladestrom auf das Doppelte. Solche Y-Adapter oder -Kabel gibt es schon für weniger als fünf Euro im Elektronikhandel. Und wer es schließlich ganz genau wissen möchte, kann sich den Ladestrom über ein USB-Amperemeter auch anzeigen lassen. Was kompliziert klingt, ist nicht nur ganz einfach zu handhaben, sondern auch günstig zu bekommen. Der von uns in der Redaktion verwendete „Drok USB Tester“ kostet bei Amazon in der Version für USB 2.0 gut zwölf Euro, in der schnelleren Variante für USB 3.0 knapp 20 Euro. (Macwelt)

Lesetipp: OTG-Sticks mit 32 GB im Test