Internet-Betrüger

Festnahme im Internet-Café

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Die Krimanalpolizei in Bayreuth ist ein Internet-Betrüger ins Netz gegangen, der unter falschem Namen bei Online-Händlern Waren in fünfstelliger Höhe bestellt, aber nie bezahlt hat.

Waren im Internet zu bestellen, diese aber nicht zu bezahlen, ist bereit Gauneralltag. Ein 36-jähriger Internet-Betrüger aus Bayreuth hat es aber den Beamten schwer gemacht, ihm auf die Schliche zu kommen.

Nach Ermittlungen des Fachkommissariats für Vermögens- und Wirtschaftskriminalität konnte ein gesuchter Betrüger in einem Bayreuther Internet-Café festgenommen werden. (Symbolbild)
Nach Ermittlungen des Fachkommissariats für Vermögens- und Wirtschaftskriminalität konnte ein gesuchter Betrüger in einem Bayreuther Internet-Café festgenommen werden. (Symbolbild)
Foto: Bundespolizei

Der Gauner bestellte Waren unter falschem Namen bei Online-Händlern. Die Pakete ließ er an Paketshops liefern. Dort holte er sie mit einem gefälschten französischen Ausweis, der wiederum auf einen anderen Namen lautete sowie einer selbstgefertigten Vollmacht ab. Die offenen Rechnungen bezahlte er natürlich nicht. So prellte er die Händler nach Polizeischätzung um rund 10.000 Euro.

Kampf gegen Cyberkriminelle verstärken

Erschwert wurden die Ermittlungen des Fachkommissariats für Vermögens- und Wirtschaftskriminalität dadurch, dass der Tatverdächtige die Bestellungen immer nur von öffentlichen Rechnern aufgab. Irgendwann kamen ihm die Beamten dann doch auf die Schliche.

Bei einer erneuten Online-Bestellung in einem Bayreuther Internet-Cafe nahmen die Kriminalbeamten den Mann Mitte September noch an einem öffentlichen Internet-Rechner sitzend auf frischer Tat fest. Auf Antrag der Zentralstelle Cybercrime in Bamberg erging gegen den Betrüger noch am gleichen Tag Untersuchungshaftbefehl. Mittlerweile sitzt der 36-Jährige in einer Justizvollzugsanstalt ein. Die Staatsanwälte der Zentralstelle Cybercrime und die Ermittler der Kriminalpolizei prüfen nun, inwieweit der Mann aus dem Landkreis Tirschenreuth auch für weitere Internet-Betrügereien verantwortlich ist.

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern kümmert sich seit Anfang des Jahres bayernweit um Fälle schwerwiegender Internetkriminalität. Mit spezialisierten Staatsanwälten will die bayerische Justiz den Kampf gegen Cyberkriminelle verstärken.

Zur Startseite