Covid-19

Foxconn & Co. kämpfen noch gegen Corona-Folgen

Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Es wird für Foxconn & Co. ein schwieriges Unterfangen sein, die Produktion auf das Vor-Silvester-Niveau hochzufahren.

Gegenmaßnahmen: Derweil unternimmt Foxconn in seinen Fabriken allerhand, um die Verbreitung des nun Covid-19 genannten Virus zu stoppen, berichtet Nikkei Asian Review. So installierten die Werke einige Infrarotsensoren zur Vermessung der Temperaturen der Mitarbeiter, diese bekommen auch von Foxconn selbst gefertigte Masken ausgehändigt. Zwei Millionen Stück werden ab Ende Februar täglich vom Band laufen. Dazu schafft Foxconn auf Anordnung der Behörden Quarantänebereiche. Die Herausforderung ist eine große, einige Fabriken beschäftigen auf Flächen so groß wie 250 Fußballfelder, bis zu 100.000 Personen. Foxconn ist es aber gelungen, eine für die Produktion des iPhones wichtige Anlage wiederzueröffnen.

Indes berichtet Digitimes über die vom Virusausbruch verursachten Verzögerungen, die aber vermutlich keine Auswirkungen auf den Zeitplan für das iPhone 12 hätten. Apple werde es nach wie vor im September vorstellen können, obwohl das Unternehmen derzeit keine Ingenieure für Tests von Prototypen nach China schicke. Die Nachfrage nach dem neuen Chip A14 sei aber um etwa 40 Prozent höher als vor Jahresfrist die nach dem A13, was zeige, dass Apple aggressiv auf 5G-Smartphones setzen will.