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Schlichtes Design und großer Funktionsumfang

Fractal Design Define R6 im Praxis-Test

Das Fractal Design Define R6 bietet einige Innovationen und genug Platz für umfangreiche Wasserkühlungen. Und tatsächlich stellt sich das Gehäuse aus Schweden im Test einem aktuellen Trend entgegen.
Das Fractal Design Define R6 besticht im Test vor allem durch schlichtes Design und großem Funktionsumfang.
Das Fractal Design Define R6 besticht im Test vor allem durch schlichtes Design und großem Funktionsumfang.

Die Define-Serie von Fractal Design steht für Gehäuse, die eine ideale Balance aus Silent-Eigenschaften und minimalistischen, skandinavischen Design bieten sollen. Das neue Fractal Design Define R6 ist der Nachfolger des viel gerühmten R5 und kann mit einem üppigen Feature-Set aufwarten. Erfahren Sie in unserem Praxis-Test, was uns beim Einbau eines Systems in das Gehäuse so alles aufgefallen ist.

TEST-FAZIT: Fractal Design Define R6

Das Fractal Design Define R6 ist ein erstklassig verarbeitetes, hochwertiges Gehäuse, das auch bereit für umfassende Wasserkühlungen ist. Puristen dürften sich vor allem über das minimalistische Design und die nicht vorhandene RGB-Beleuchtung freuen. Zusätzlich sorgt der Hersteller an den richtigen Stellen für Staubschutz und Geräuschdämmung. Die Unterteilung im Inneren lässt sich teilweise sogar flexibel umbauen um noch mehr Platz zu schaffen. Hinzu kommen Details wie die Entkopplung der Festplatten und des Netzteils.

Der Preis von 149,99 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) geht für das Gebotene in Ordnung - und das Define R6 kann sich obendrein noch den Award „Top-Design“ für die hochwertige Verarbeitung, das edle Äußere und das durchdachte Design holen.

+ hochwertiges, schlichtes Design

+ viel Platz für Lüfter/Radiatoren

+ Unterteilung des Innenraums sorgt für saubere Optik

+ Entkopplung, Geräuschdämmung und Staubschutz

- Entriegelung des Deckels nicht einwandfrei

Das Fractal Design Define R6 erhält den PC-WELT-Award "Top Design".
Das Fractal Design Define R6 erhält den PC-WELT-Award "Top Design".

Hochwertiges, schlichtes Gehäuse - ohne RGB

Für unseren Test wurde uns die teurere „Tempered Glass“-Version zur Verfügung gestellt, bei der ein Seitenteil komplett aus gehärtetem Glas besteht. Ansonsten gibt es keine weiteren Unterschiede zur anderen Version. Neben dem klassischen Schwarz wird das Gehäuse auch noch in „Blackout“, Weiß und in „Gunmetal“ verfügbar sein.

Dem vorderen Anschussfeld fehlt USB Typ-C - mit Absicht, um den Preis möglichst niedrig zu halten.
Dem vorderen Anschussfeld fehlt USB Typ-C - mit Absicht, um den Preis möglichst niedrig zu halten.
Foto: Friedrich Stiemer

Schon während des Auspackens stellen wir fest, dass das Define R6 einiges auf die Waage bringt – nämlich ganze 12,4 Kilogramm bei Abmessungen von 543 x 233 x 465 Millimeter (L x B x H). Das Design ist unverkennbar der Define-Serie zuzuordnen: Schlicht, aber edel. Und gleichzeitig stellen sich die Schweden einem Trend entgegen: Das R6 bietet keinerlei RGB-Beleuchtung Die Verarbeitung ist überaus hochwertig, da der Hersteller fast durchweg auf recht dickes Metall setzt. Die komplette Front ist mit einer gebürsteten Aluminiumplatte ausgestattet, das Frontteil an sich besteht aber beispielsweise aus Kunststoff.

Wer einen Radiator oder Lüfter in die Oberseite baut, der nimmt einfach die Metallplatte ab und setzt nur das gefächerte, staubgeschützte Teil ein.
Wer einen Radiator oder Lüfter in die Oberseite baut, der nimmt einfach die Metallplatte ab und setzt nur das gefächerte, staubgeschützte Teil ein.
Foto: Friedrich Stiemer

Modularer Deckel

Die Abdeckung in der Oberseite sticht natürlich sofort ins Auge. Über einen Knopf an der Rückseite des Gehäuses wir sie nach oben gedrückt und kann dann komplett abgenommen werden. In den Händen halten Sie dann einen Deckel, der aus zwei Teilen besteht: Einmal aus einem schalldämmenden Metallteil und zum anderen eine gefächerte Plastikabdeckung mit Staubfilter. Sollen also Lüfter und/oder Radiatoren in der Oberseite zum Einsatz kommen, lassen Sie die Metallabdeckung weg und ermöglichen so die Belüftung. Ist das nicht der Fall, setzen sie obendrauf noch die Metallplatte und dämpfen so das Betriebsgeräusch des PCs. Bei unserem Modell hat die Entriegelung aber nicht richtig geklappt, und wir mussten mit einem flachen Schraubendreher den Deckel abheben.

Der Deckel besteht aus zwei Teilen.
Der Deckel besteht aus zwei Teilen.
Foto: Friedrich Stiemer

Echtglas-Seitenwand und unterteilter Innenraum

Die Echtglas-Seitenwand ist wie ein reguläres Metall-Seitenteil mit zwei Rändelschrauben an der Rückseite des Gehäuses fixiert. Nach dem Lösen muss es zur Seite abgezogen werden, da die Seitenwand zusätzlich noch über zwei Plastikstifte eingeklipst ist. Genau wie die das andere Seitenteil aus Metall, das zusätzlich aber noch mit einer Dämmmatte ausgekleidet ist.

Das Fractal Design Define R6, beidseitig geöffnet.
Das Fractal Design Define R6, beidseitig geöffnet.
Foto: Friedrich Stiemer

Das Innenleben des Fractal Design Define R6 ist in drei Bereiche unterteilt: Der komplette untere Teil ist mit einer Abdeckung ausgestattet, die das Netzteil und mindestens zwei Festplatten versteckt. Hinter der rechten Abdeckung befinden sich weitere Festplattenrahmen. Wer aber lange Grafikkarten und/oder Radiatoren in die Front schrauben möchte sowie Platz für Leitungen und Ausgleichsbehälter braucht, der kann diese Abdeckung abschrauben und in etwa auf die Höhe des Mainboard-Trays setzen – dafür gehen aber vier Festplattenrahmen für 3,5-Zoll-Laufwerke flöten. Insgesamt ermöglichen die Abdeckungen und vielen gut gesetzten und gummierten Durchführungen ein sauberes System.

Die Abdeckungen und die vertikal eingebaute Grafikkarte sorgen für ein augenfälliges, sauberes System.
Die Abdeckungen und die vertikal eingebaute Grafikkarte sorgen für ein augenfälliges, sauberes System.
Foto: Friedrich Stiemer

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