Sascha Lekic, Director IT & Mobile Communication B2B bei Samsung Electronics

„Früher galt Homeoffice als unanständig“

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung beschleunigt und neue Lösungen und Geschäftsansätze zu Tage gefördert. Samung-Mobile-Director Sascha Lekic berichtet aus seinen Erfahrungen des Corona-Jahrs 2020.

Mit einem starken Mobile-Geschäft steht Samsung inmitten der Umwälzungen, die die Covid-19-Krise mit sich gebracht hat. Sascha Lekic, Director IT & Mobile Communication B2B bei Samsung Electronics, hätte sich zum Jahresbeginn sicher auch einen anderen Verlauf das Corona-Jahres 2020 vorgestellt.

Sascha Lekic, Director IT & Mobile Communication B2B bei Samsung Electronics, sieht sich mit der mobilen Sicherheitsplattform „Knox“ gegenüber dem Wettbewerb noch weit voraus.
Sascha Lekic, Director IT & Mobile Communication B2B bei Samsung Electronics, sieht sich mit der mobilen Sicherheitsplattform „Knox“ gegenüber dem Wettbewerb noch weit voraus.

So hat Lekic einen eine starke Beschleunigung von Entwicklungen festgestellt, die eigentlich seit Jahren bereit auf der Agenda stehen. Insbesondere dezentrale Arbeitskonzepte haben den endgültigen Durchbruch geschafft. "Früher galt Homeoffice als unanständig, man wurde ja fast gesteinigt, wenn man das umsetzen wollte", meint Lekic rückblickend. Heute sei das ganz anders.

Auch die Kommunikation via Videokonferenzen gehört mittlerweile zum Alltag. Aktuelle Ergebnisse einer Umfrage im Auftrag von Samsung unter Angestellten, die im Homeoffice arbeiten, ergab, dass 65 Prozent der Befragten an Videoformaten teilnehmen. Von diesen geben 56 Prozent an, dass die Anzahl der Videotelefonate zugenommen hat. Wer grundsätzlich das Format nutzt, hat im Schnitt 6,4 Videokonferenzen pro Arbeitswoche. "Bei Samsung prägen wir die Digitalisierung des Arbeitsplatzes schon seit Jahren entscheidend mit. Wir beobachten aktuell, dass Geräte im New Normal vermehrt hybride Nutzungsszenarien abdecken müssen", stellt Lekic fest. Hier sieht er sein Unternehmen beim Produktangebot gut aufgestellt. Nach seinen Erkenntnissen werden in zwei von drei Homeoffices Samsung-Geräte eingesetzt. Smartphones von Samsung seien in 51 Prozent der Homeoffices vertreten, gefolgt von Tablets mit 26 Prozent, danach reihen sich Monitore mit 23 Prozent und Speicherlösungen mit 17 Prozent ein. 62 Prozent derjenigen, die beispielsweise ein Samsung Smartphone im Homeoffice einsetzen, nutzen dieses sowohl privat als auch beruflich.

Langjähriger Vorsprung durch Knox

Wo Home und Office zunehmend miteinander verschmelzen, wird das Thema Sicherheit zur Toppriorität für Unternehmen. Diesen Bedarf sehen auch die befragten Angestellten, die gerade im Homeoffice arbeiten: 31 Prozent sorgen sich bei der Arbeit zu Hause über mögliche Cyberangriffe, 17 Prozent haben ein höheres Aufkommen an betrügerischen Mails bemerkt. "Mit der zunehmenden Anzahl an Mitarbeitern, die ins Homeoffice wechseln, steigt der Bedarf an einer umfassenden Datensicherheit. Das kann für die IT-Abteilungen schnell zur Mammutaufgabe werden", erläutert der Mobile-Director. Hier sieht er Samsung mit der der Knox Sicherheitsplattform gut aufgestellt.

Neben Apple arbeiten mittlerweile auch Android-basierte Hersteller an Sicherheitslösungen. So will beispielsweise Lenovo mit dem ehemaligen Samsung-Manager Martin Börner an der Spitze der der Mobile Business Group die Marke Motorola im B2B-Segment voran bringen (Channelpartner berichtete). "Wir nehmen jeden ernst", bekräftigt Lekic beim Blick auf die Mitbewerber. Man habe mit Knox aber noch einen Vorsprung, den man "in Jahren beziffern" könne und damit in der Android-Welt ein Alleinstellungsmerkmal.

Laut Lekic hat Covid-19 aber nicht nur dem Homeoffice zu einem entscheidenden Schub verholfen. "Partnerschaften sehen wir als Beschleuniger, um in erstaunlicher Geschwindigkeit neue Lösungen und Geschäftsansätze hervorzubringen", berichtet er. Früher habe man sich "mehr Zeit gelassen". Als Beispiele nennt er eine Kooperation Telekom "Samsung Neues Lernen" schnell den aktuellen Herausforderungen im hybriden Unterricht zu begegnen sowie die Zusammenarbeit mit Cisco beim hybriden Office.

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