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Joint Venture wird neu aufgestellt

Fujifilm übernimmt Mehrheit bei Xerox

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Fujifilm und Xerox stellen ihre Firmenstruktur neu auf: Künftig wird Fujifilm 50,1 Prozent der Xerox-Anteile besitzen. Das bisherige Fuji-Xerox-Joint-Venture wird integriert.

Fujifilm und Xerox sind schon lange enge Partner: Seit 1962 existiert das Joint-Venture Fuji Xerox. Der Unternehmenszusammenschluss kümmert sich bisher vor allem um die Vermarktung der Druckerprodukte im asiatischen Markt sowie um die Produktion von Druckwerken. Xerox konzentrierte sich auf den amerikanischen und europäischen Markt.

Fujifilm und Xerox unterhalten bereits ein Joint Venture: Hier die Produktionsstätte von Fuji Xerox in Suzuka.
Fujifilm und Xerox unterhalten bereits ein Joint Venture: Hier die Produktionsstätte von Fuji Xerox in Suzuka.
Foto: Courtesy of Fuji Xerox Co., Ltd

Nun haben die Unternehmensverantwortlichen den Rechenschieber ausgepackt und ein neue Firmenstruktur ersonnen: Bisher hält Fujifilm 75 Prozent und Xerox 25 Prozent am Joint Venture. Nun soll Xerox die 75 Prozent von Fujifilm übernehmen. Im Gegenzug übernimmt Fujifilm mit 50,1 Prozent die Mehrheit an Xerox. Xerox ändert mit der Transaktion den Namen. So entsteht eine neue "Fuji Xerox". Die Markennamen Fuji Xerox und Xerox sollen aber in den jeweiligen Vertriebsregionen weiter verwendet werden.

Vor und nach der Integration: Die neue Fuji Xerox wird komplett zu Fujifilm gehören.
Vor und nach der Integration: Die neue Fuji Xerox wird komplett zu Fujifilm gehören.
Foto: Fuji Xerox

Die beiden Firmenzentralen bei Xerox in Norwalk, im US-Staat Connecticut, sowie bei Fuji Xerox im japansichen Minato bei Tokio sollen beibehalten werden.

1,7 Milliarden Einsparungen erwartet

Das neu aufgestellte Unternehmen erwartet durch die Umstrukturierung in den kommenden fünf Jahren eine Ersparnis von rund 1,7 Milliarden Dollar. Alleine bis 2022 sollen davon 1,2 Milliarden eingespart werden. Man wolle eine "grundlegende Strukturreform" durchführen, um Ertrag und Produktivität zu verbessern. Ziel sei ein schlankeres Unternehmen.

Weitere Maßnahmen betreffen Marketing, die Wertschöpfungskette sowie Technologien: So soll eine global aufgestellte Marketing-Strategie die Marktanteile in den Regionen steigern und weitere globale Kunden gewinnen. Durch die Optimierung der Wertschöpfungskette von Forschung und Entwicklung über Fertigung und Beschaffung bis zur Logistik sollen neue Produkte eingeführt und gleichzeitig die Kostenstruktur wettbewerbsfähiger gemacht werden. Zudem erhofft man sich bei den Partnern weitere Synergieeffekte bei der Zusammenführung und gemeinsamer Nutzung von Technologien.

Bisher hat sich von der deutschen Xerox-Niederlassung in Neuss noch niemand zu den möglichen Auswirkungen auf den deutschen Xerox-Channel geäußert.

Lesetipp: Warum heißt Xerox eigentlich Xerox?