Ulrich Glasner geht

Generationswechsel bei Check Point in Deutschland



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist im Süden von München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Ulrich Glasner tritt nach sechseinhalb Jahren an der Spitze der hiesigen Tochtergesellschaft von Check Point ab. Über die Gründe schweigt sich der Sicherheitsanbieter aus. Voraussichtlich bereits zum 1. Januar 2004 soll Glasners Sessel jedoch "nahtlos" neu besetzt sein, so ein Insider gegenüber ComputerPartner.

Der Reigen der Deutschland-Geschäftsführer, die ihr Unternehmen zum Jahresende verlassen, hat einen weiteren Teilnehmer: Ulrich Glasner tritt nach sechseinhalb Jahren an der Spitze der hiesigen Tochtergesellschaft von Check Point ab. Über die Gründe schweigt sich der Sicherheitsanbieter aus.

Voraussichtlich bereits zum 1. Januar 2004 soll Glasners Sessel jedoch "nahtlos" neu besetzt sein, so ein Insider gegenüber ComputerPartner. Nach Angaben von Unternehmenskennern vollzieht sich bei Check Point Deutschland derzeit ein "Generationswechsel derjenigen, die die Niederlassung aufgebaut haben und nun die Früchte ihrer Arbeit ernten". Andere hätten die Chance ergriffen und neue Herausforderungen mit mehr Verantwortung gesucht.

Dazu passt, dass neben Glasner die Channel-Manager Matthias Canisius, Michael von Dellingshausen und Silviano Ferlesch, die Marketing Communications Managerin Gabi Schwarz sowie Rainer Funk und Ingrid Hagen das Unternehmen verlassen beziehungsweise schon verlassen haben. Ein Teil der alten Garde sei durch Aktienoptionen reich geworden und beschäftige sich nun erstmal mit Weltreisen oder auch dem Bau eines Hauses, war von Branchenkennern zu hören.

Es könnte aber auch andere Gründe geben: Gegenüber ComputerPartner sagte Glasner noch vor wenigen Monaten, dass der Großkundenmarkt "nicht mehr wächst". Die Umsatz- und Gewinnzahlen des Gesamtkonzerns stagnieren weitgehend. Nach Informationen eines Insiders steht die deutsche Niederlassung mit einem moderaten Wachstum jedoch im internationalen Vergleich gut da. Weitere Chancen erhoffe man sich von den neuen Mittelstandsprodukten, die ab dem 20. Dezember 2003 erstmals ausgeliefert werden könnten. (afi)

Zur Startseite