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Vor Abschied von Börse

GfK in den roten Zahlen

14.08.2017
Vor seinem geplanten Rückzug von der Börse kämpft der Marktforscher GfK weiter mit trüben Geschäftszahlen.

Umsatz und Gewinn des Marktforschers aus Nürnberg waren im ersten Halbjahr 2017 rückläufig. Der Gewinn aus den laufenden Geschäften - das angepasste operative Ergebnis - ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 54,2 Prozent auf 26,9 Millionen Euro zurück. Der Wert hatte im Vorjahr noch bei 58,9 Millionen Euro gelegen. Das Konzernergebnis sank um 25,6 Prozent auf minus 134,4 Millionen Euro. Der Umsatz gab zwischen Januar und Juni um 1,8 Prozent auf 708,8 Millionen Euro nach, wie das Unternehmen mitteilte. Im ersten Halbjahr 2016 waren es 721,7 Millionen Euro.

Vor seinem geplanten Rückzug von der Börse kämpft der Marktforscher GfK weiter mit trüben Geschäftszahlen.
Vor seinem geplanten Rückzug von der Börse kämpft der Marktforscher GfK weiter mit trüben Geschäftszahlen.
Foto: GfK

Die Rückgänge begründete der Konzern zum Teil mit den andauernden Verzögerungen bei Fernsehforschungsaufträgen in Brasilien und in Saudi-Arabien im klassischen Marktforschungsgeschäft, dem GfK-Sektor Consumer Choices. Zu schaffen macht dem Unternehmen vor allem die wachsende Konkurrenz kleinerer Start-ups. Diese punkten nach Angaben von GfK bei immer mehr Kunden mit preiswerten Online-Befragungen und drücken so Preise für Umfragen.

Lesetipp: Warum wir mit der GfK zusammenarbeiten

Angesichts der Negativentwicklung holte sich der GfK-Verein im vergangenen Jahr den Finanzinvestor KKR ins Boot. Zuletzt wurde der Abschied von der Börse eingeleitet, indem bei der Hauptversammlung in Nürnberg im Juli der Ausschluss der Kleinaktionäre beschlossen wurde. Vom Börsenrückzug erhofft sich die Führung mehr Planungssicherheit bei Entscheidungen, zudem sollen die Pflichten einer Börsennotierung entfallen.

Der Konzern rechnet für 2017 mit einer weiterhin "herausfordernden Wettbewerbssituation." Gelinge es nicht, den Trend umzukehren, werde die Umsatz- und Ergebnisentwicklung deutlich unter den Vorjahreswerten liegen. (dpa/rw)