Armbanduhr inklusive Smartphone

Google und Apple arbeiten an Minicomputern

21.12.2011
Der Trend geht vom einfachen Featurephone zum Smartphone – einem tragbaren Computer. Doch das steckt meist in der Hosentasche und muss für jeden Gebrauch erst mühsam hervorgekramt werden. Google und Apple arbeiten aber längst an Möglichkeiten, die Gräte viel ergonomischer zu nutzen.

Der Trend geht vom einfachen Featurephone zum Smartphone – einem tragbaren Computer. Doch das steckt meist in der Hosentasche und muss für jeden Gebrauch erst mühsam hervorgekramt werden. Google und Apple arbeiten aber längst an Möglichkeiten, die Gräte viel ergonomischer zu nutzen.

Handys werden immer mehr von Smartphones ersetzt. Die kleinen Alleskönner haben bei vielen Menschen längst den Platz von Armbanduhr, Wecker und MP3-Player eingenommen. Doch sie bergen einen Nachteil: Sie müssen für den Gebrauch aus der Hosentasche geangelt werden. Nach einem Bericht der New York Times arbeiten aber Unternehmen wie Google und Apple schon längst an diesem Problem. Ihre Lösung: Armbanduhren, die mit dem Smartphone in Verbindung stehen.

Zugegeben: Diese Idee ist nicht neu. Sony Ericsson bietet etwa mit Live View eine Bluetooth-"Uhr" an, die Informationen des Handys anzeigt, Apple den iPod Nano mit Armband. Andere Hersteller wie Samsung oder LG haben gleich ganze Handys im Angebot, die wie zu groß geratene Armbanduhren am Handgelenk getragen werden können und die meisten (grundlegenden) Funktion eines Mobiltelefon beherrschen. Alle Varianten haben aber entscheidende Nachteile: Entweder dienen sie nur als Informationsquelle oder sind unpraktisch, weil sie zu klobig sind und Telefonate kaum ohne zusätzliche Hilfsmittel geführt werden können.

Doch die neuen Geräte sollen viel mehr können. Mit ihnen werden auch Steuerfunktionen möglich sein, die über das einfache Bedienen des Musikspielers hinausgehen. Denkbar ist etwa eine Sprachsteuerung wie Siri von Apple oder Googles Majel. Außerdem sollen solche Kleinstcomputer als Verbindung zum Smartphone nicht nur auf Armbanduhren beschränkt sein. Michael Liebhold, führender Forscher am Institut für Zukunftsforschung in Palo Alto in Kalifornien, sieht eine kommende Verschmelzung von Realität und Technik. Er hält es für denkbar, dass schon in den nächsten zehn Jahren Brillen oder Kontaktlinsen mit eingebauten Displays Standard werden. "Kinder werden virtuelle Spiele mit ihren Freunden spielen, bei denen sie im Park umher rennen und virtuelle Kreaturen für Punkte jagen," so Liebhold. Außerdem wäre es möglich, für unterschiedliche Gruppen wie Freunde oder Arbeitskollegen unterschiedliche virtuelle Kleidung zu tragen. (AreaMobile/bw)